Windows 10 steht nun auch für Firmenkunden bereit

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Windows 10 Schriftzug (Grafik: ZDNet)

Windows 10 Enterprise und Windows 10 Education bringen einige speziell für Firmenkunden gedachte Neuerungen mit. Dazu zählen die Sicherheitsdienste Credential Guard und Device Guard. Außerdem sind nur in diesen Versionen Optionen enthalten, um Aktualisierung deutlich zu verzögern oder ganz zu unterbinden.

Inhaber von Volumenlizenzen können seit dem Wochenende die für sie gedachten Versionen Windows 10 Enterprise und Windows 10 Education von Microsofts neuem Betriebssystem herunterladen. Seit Sonntag steht darüber hinaus auch eine 30 Tage kostenlose Testversion für Windows 10 Enterprise zur Verfügung. Die bekommen Interessenten über TechNet. Die Version Enterprise bietet in erster Linie Verwaltungs- und Sicherheitsoptionen, die anderen Versionen wie Windows 10 Pro nicht enthalten sind. Für Volumenlizenzkunden steht die Vollversionen als Download im Volume Licensing Service Center (VLSC) bereit. Details zu Windows 10 Mobile Enterprise und dem Embedded-System Windows 10 IoT Core wird Microsoft im Laufe des Jahres bekannt geben.

Ein wichtiger Aspekt Vorteil von Windows 10 für Unternehmensanwender dürften die so genannten Universal Apps sein. Das heißt, dass Anwendungen einmal entwickelt und über einen eigenen Business Store im Unternehmen auf alle Endgeräte verteilet werden können. Die neu eingeführte Zwei-Faktor-Authentifizierung Credential Guard ist ein weiterer für diesen Einsatzbereich wichtiger Aspekt. Anwender melden sich dadurch einmal mit einem Code und einem biometrischen Merkmal oder einem zweiten Gerät bei einem über Active Directory oder Azure Active Directory geschützten Container an. Diese Container bieten dann Zugangsdaten zu unterschiedlichen Systemen.

Eine wesentliche Neuerung von Windows 10 ist das Konzept der Universal App (Bild: Microsoft).
Eine wesentliche Neuerung von Windows 10 ist das Konzept der Universal App (Bild: Microsoft).

Der ebenfalls neue Dienst Device Guard sorgt dafür, dass nur bestimmte Anwendungen ausgeführt werden. Microsoft will damit besseren Schutz gegen Angriffe bieten. Sämtliche Anwendungen, die nicht zuvor als vertrauenswürdig eingestuft wurden, werden dadurch blockiert.

Zudem sorgt Microsoft mit Windows 10 für eine einfachere Verwaltung der Geräte. Über das Modell “Windows as a Service” lässt sich das Betriebssystem stets auf dem neuestem Stand halten und Feature-Updates können flexibler verteilt werden. Ebenfalls nur bei Windows 10 Enterprise bekommen Nutzer zudem den “Long Term Servicing Branch”, über den sich Update-Prozesse umfassender kontrollieren lassen. Kunden dieser Versionen erhalten alle Security-Updates, neue Funktionen aber nur auf ausdrückliche Anforderung.

Ebenfalls neu ist mit “Current Branch for Business” die Möglichkeit, Funktions-Updates für unterstützte Geräte erst dann zu beziehen, wenn sie im Consumer-Markt “Mehrwert und Kompatibilität für den Unternehmenseinsatz unter Beweis gestellt haben”. Alle sicherheitsrelevanten Updates werden dagegen auch hier ausgeliefert. Microsoft zufolge, sollen sich so die Kosten für den Betrieb reduzieren lassen.

Mit zwei neuen Optionen in Windows 10 Enterprise soll auch das Deployment vereinfacht werden: In-Place-Upgrade und Provisioning. Beim In-Place-Upgrade übernimmt Windows selbst den Upgrade-Prozess und migriert einzelne Rechner inklusive Anwendungen und Treiber auf Windows 10. Eine Wiederherstellung auf das frühere System ist möglich, solange das neue System noch nicht zu 100 Prozent eingespielt ist.

Mit Provisioning bekommen Kunden die Möglichkeit, neue Geräte mit einer Enterprise Version von Windows 10 auszustatten: Dazu werden sogenannte Packages eingespielt, die das jeweilige Gerät mit den Applikationen und Richtlinien ausstattet, die für den Betrieb als Firmengerät notwendig sind.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

Tipp: Praxisartikel zu Windows 10 bei der ITespresso-Schwestersite ZDNet.de:

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