Munich Investment Forum: Start-ups Toposens, Lilium und Baristina ausgezeichnet

Start-UpUnternehmen

Sie überzeugten bei den Speed Pitches das Publikum. Dieses bestand aus 150 Gründern, Kapitalgebern und Start-up-Experten. Die Wettbewerbsgewinner beschäftigen sich mit Positionsbestimmung und Erfassung von Objekten in 3D, einem elektrisch betriebenen senkrechtstartenden und -landenden Jet sowie einer Einweg-Espressomaschine.

Diese Woche trafen sich im Rahmen des Munich Investment Forum 2015 rund 150 Vertreter der bayerischen Start-up-Szene. Bei der Veranstaltung präsentierten 24 ausgewählte Spin-offs von Fraunhofer Venture und den Gründungseinrichtungen der Münchner Hochschulen CeTIM, LMU Entrepreneurship Center, Strascheg Center for Entrepreneurship und UnternehmerTUM ihre Ideen und Konzepte. Zudem hatten zwölf Jungunternehmer Gelegenheit, ihre Konzepte in jeweils 90 Sekunden vorzustellen. Drei davon wurden im Anschluss vom Publikum ausgewählt und prämiert. Dabei ging der erste Platz an Toposens, der zweite an Lilium und der dritte an Baristina.

Toposens entwickelt das eigenen Angaben zufolge erste auf Ultraschalltechnologie basierende Verfahren zur Positionsbestimmung und sofortigen Erfassung von Objekten in 3D. Während bisherige 3D-Scans eine gewisse Zeit dauern, da das Objekt abgetastet und teilweise gedreht werden muss, soll die Technik von Toposens Erkennung und Erfassung im Stil einer Fotoaufnahme ermöglichen. Ihr Konzept erklären die Gründer Alexander Rudoy, Rinaldo Persichini und Tobias Bahnemann auch in einem Video bei Youtube.

Das Unternehmen wird seit Anfang Juli durch ein EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Europäischen Sozialfond gefördert. Damit sollen die Produktentwicklung beschleunigt und erste Referenzkunden gewonnen werden.

Lilium Jet am Boden (Bild: Lilium)

Spektakulär sehen die Bilder aus, mit denen Lilium sein Projekt, den weltweit ersten elektrisch betriebenen senkrechtstartenden und -landenden Jet, präsentiert. Der soll dank eines computer-unterstützen Flugsystems leicht zu bedienen sein und lediglich eine Sportfliegerlizenz erfordern. Der Lilium-Jet bietet Platz für zwei Passagiere und hat ein maximales Startgewicht von 472 Kilogramm.

Die Zuladung ist auf 180 Kilogramm beschränkt. Die Reisegeschwindigkeit seines Jets gibt das Start-up mit 300 Stundenkilometern an, die Reichweite mit 500. Erste Exemplare sollen im Januar 2018 ausgeliefert werden, Bestellungen seiend aber bereits heute mögliche. Preise nennt man auf Anfrage.

Lilium Jet in der Luft (Bild: Lilium)

Der dritte Platz ging an das Unternehmen Baristina. Es hat eine Möglichkeit entwickelt, Espresso in einer kleinen Getränkedose zuzubereiten. Steht dem Kunden der Sinn nach einer Tasse, löst er mit einer Bewegung den Brühvorgang aus und erhält das Getränk in der unter der Dose angebrachten Tasse.

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