Google hat App Translate um 20 Sprachen erweitert

MobileMobile Apps
Google Translate Texterkennung (Bild: Google)

Bisher wurden lediglich Übersetzungen von Texten aus sieben Sprachen unterstützt. Außerdem hat Google die Funktionsfähigkeit bei niedrigen Bandbreiten verbessert. Die aktualisierte App steht für Android und iOS bereit. Unter Umständen sind zusätzlich Sprachpakete herunterzuladen.

Google hat die Möglichkeiten seiner App Translate bei der Übersetzung von Texten um 20 Sprachen erweitert. Sie unterstützt nun insgesamt 27 Sprachen, darunter neben Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch zwölf weitere europäische Sprachen sowie Indonesisch und Türkisch. Nutzer der Google-Übersetzer-App müssen Sprachpakete für die von ihnen gewünschten Sprachen herunterladen. Die sind jeweils rund 2 MByte groß.

Außerdem hat Google auch die Sprachübersetzung überarbeitet. Sie soll nun natürlicher klingen und auch in Mobilfunknetzen mit geringen Datenübertragungsraten schneller arbeiten. Die Neuerungen stellt Google in den kommenden Tagen für Android und iOS zur Verfügung.

Details zu der Technik die die unmittelbare Übersetzung von gedruckten Texten ermöglicht, beschreibt Google in einem Blogeintrag. Dort erklärt Otavio Good, Software Engineer für Google Translate, dass dies nur mittels Neuronaler Netze möglich sei. Vor fünf Jahren seien Computer nicht in der Lage gewesen auf einem Foto einen Hund von einem Auto zu unterscheiden, heute erkenne ein Computer sogar unterschiedliche Hunderassen. “Wenn Du eine ausländische Speisekarte oder ein Schild mit der Google Translate App übersetzt, dann nutzt Du jetzt ein neuronales Netz”, so Good.

Google Translate Texterkennung (Bild: Google)

Good zufolge löst die App auf einem mit der Kamera aufgenommen Bild die Buchstaben vom Hintergrund. Dafür vergleicht sie Gruppen von Pixeln mit ähnlichen Farben, die sich in der Nähe von anderen Gruppen von Pixeln mit ähnlichen Farben befinden. “Das sind möglicherweise Buchstaben, und wenn sie nebeneinander sind, dann wird daraus eine Zeile, die wir lesen können.”

Bei Erkennen der Buchstaben helfe sogenanntes Deep Learning, ergänzt Good. Das neurale Netz lerne nicht nur das unterschiedliche Aussehen von Schriftzeichen, sondern auch, zwischen Buchstaben und anderen Zeichen zu unterscheiden. Da Buchstaben oft verschmutzt oder durch Lichtreflexionen verfremdet seien, habe Google einen Buchstaben-Generator entwickelt, der diese Beeinträchtigungen nachahme.

Im letzten Schritt schlage die App die erkannten Buchstabenfolgen in einem Wörterbuch nach, um sie zu übersetzen. “Da die vohergegangenen Schritte fehlerhaft sein könnten, muss die Suche im Wörterbuch unscharf sein. So können wir, auch wenn wir ein ‘S’ als ‘5’ lesen, das Wort ‘5uper’ finden.”

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Google? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen bei ITespresso.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen