O2 schaltet LTE-Roaming fürs Ausland frei

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O2 LTE (Bild: O2)

Privat- und Geschäftskunden des Mobilfunkanbieters können ab 1. August LTE in Frankreich, Spanien und den USA nutzen. Weitere Staaten sollen in den kommenden Monaten schrittweise folgen. Die Nutzung muss nicht extra aktiviert werden, eine EU-Roaming Flat ermöglicht die Mitnahme der von daheim gewohnten Tarifmerkmale.

Ab 1. August können Vertragskunden von O2 LTE auch im Ausland nutzen. Wie das Unternehmen angekündigt hat, steht das LTE-Roaming zunächst in Frankreich, Spanien und den USA zur Verfügung und soll in anderen Ländern in den kommenden Monaten schrittweise freigeschaltet werden.

Kunden mit einem passenden Endgerät und Vertrag müssen die Option nicht extra aktivieren, sie steht ihnen automatisch zur Verfügung. Laut O2 fallen “lediglich die bekannten Roaming-Preise” an. Da die aber gerade bei der Datenübertragung via LTE trotz der erheblichen Senkungen in den vergangen Jahren noch höher ausfallen können, empfiehlt O2 für intensive Nutzer oder einen längeren Auslandsaufenthalt von der angebotenen EU-Roaming-Flat Gebrauch zu machen. Sie erlaubt es privaten Vertragskunden, ihr tariflich festgelegtes Datenvolumen in die freigegebenen Länder mitzunehmen.

O2 Logo (Bild: Telefónica)

Im günstigsten Fall können O2-Kudnen so das monatlichen Inklusivvolumen von einem GByte auch im EU-Ausland nutzen. Die EU-Roaming-Flat lässt sich bei den Tarifen Blue All-in S oder Blue All-in M für 4,99 Euro pro Monat hinzubuchen. In den teureren Tarifen Blue All-in L, XL oder Premium ist die EU-Roaming Flat bereits enthalten, sofern diese nach dem 3. Februar 2015 abgeschlossen wurden.

Nachteil der EU-Roaming-Flat ist, dass sie nicht für einen kurzen Zeitraum, sondern lediglich für 24 Monate gebucht werden kann. Außerdem ist der SMS-Versand damit nicht abgedeckt. Damit sind private O2-Kunden, die nur gelegentlich reisen, in der Regel mit dem Travel Day Pack besser bedient, mit dem sie für 1,99 Euro pro Kalendertag 50 MByte erhalten. Außer für alle EU-Staaten ist er für Island, Monaco, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Isle of Man, Gibraltar, San Marino, Vatikanstadt, Jersey, Guernsey und die französischen Überseegebiete gültig. Wer andere Länder besucht, kann das Data Pack World hinzubuchen. Was das jeweils kostet und welche Leistungen es umfasst, erfahren Kunden bei einem Online-Konfigurator.

Wer sich für keines der Zusatzpakete entscheidet, bezahlt den von der EU zugelassenen Höchstpreis. Das sind 23,8 Cent pro Megabyte und höchstens 59,50 Euro pro Abrechnungsmonat. Wer an einem Tag im Ausland also die mit dem Travel Day Pack abgedeckten 50 MByte ausschöpft, zahlt ohne dei Option 11,90 Euro – und damit mehr als doppelt so viel wie mit ihr. Für Geschäftskunden gibt es diverse Sprach- und Datenoptionen fürs Ausland. Beispielsweise für das EU-Ausland lassen sich von ihnen für 3 Euro 100 MByte hinzubuchen.

Etwas bedauerlich ist, dass O2 nicht so wie Vodafone, das bereits im Mai als Easy Travel Flat ein Roaming-Pakt vorgestellt hat, auch Wochen- oder Monatspakete anbietet. Das würde es Kunden deutlich leichter machen. Dieselbe Aufforderung lässt sich aber auch an die Deutsche Telekom richten. Die hat ihr Tarifangebot Magenta Eins bereits im Mai um eine EU-Flatrate ergänzt. Die ist allerdings nur als Option mit einer Laufzeit von zwölf Monaten für 10 Euro pro Monat buchbar. Der Empfang und Versand von SMS ist hier ebenso enthalten wie die Möglichkeit, die mit dem Tarif gebuchte Datenflat grenzüberschreitend zu nutzen. Von der bei den Magenta-Eins-Tarifen immer enthaltenen LTE-Geschwindigkeit profitieren Nutzer derzeit in 23 Ländern Europas.

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