NodOn bietet batterielose Smart-Home-Produkte nun auch in Deutschland an

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Smart-Home-Produkte von NodOn (Bild: NodOn)

Kern der Produktlinie des französischen Unternehmens Altyor sind der Smart Plug Adapter – eine steuerbare Steckdose – und der zugehörige Soft Remote Controller, über den sich die Steckdose aus bis zu 30 Metern Entfernung bedienen lässt. Die erforderliche Energie wird durch den Druck auf die Taste gewonnen.

Das französische Unternehmen Altyor hat angekündigt, seine Smart-Home-Produkte der Reihe NodOn nun auch in Deutschland zu vertreiben. Zunächst sind sie allerdings lediglich über Amazon erhältlich. Dort kosten sie zwischen gut 45 und 60 Euro. Eine Vertriebsstruktur und eine deutsche Website befinden sich noch im Aufbau. Derzeit liegen Informationen für Verbraucher lediglich in Englisch und Französisch vor. Eine Besonderheit einiger der NodOn-Produkte ist, dass sie über Schalter gesteuert werden, die nicht nur von der Stromversorgung unabhängig sind – und daher überall angebracht werden können, sondern auch ohne Batterien auskommen.

Nodon Soft Remote Switch (Bild: NodOn)

Die erforderliche Energie für die Übertragung der Steuerungssignale wird lediglich durch den Tastendruck erzeugt. Dabei setzt Altyor auf Technologie der deutschen Firma EnOcean, die die dafür erforderlichen, miniaturisierten Energiewandler entwickelt hat. EnOcean ging 2001 als Spin-Off aus der Siemens AG hervor und hat seine Technologie heute eigenen Angaben zufolge an über 150 Produkthersteller lizenziert, darunter im Smart-Home-Bereich auch einige aus Deutschland.

Um sich zu differenzieren, betont Altyor für die Marke NodOn daher das Design der Produkte. Zum Markteinritt besteht das Angebot aus Sensoren für die Temperatur sowie Öffnungsmelder für Fenster und Türen. Die werden in Holz- und Metallausführung angeboten, sind als selbsttätig sendende Elemente jedoch auf Batterien angewiesen. Außerdem wird die Steuerung beliebiger elektrischer Geräte wie bei Mitbewerbern durch Adapter erreicht, die eine Steckdose durchschleifen. Produkte, die die Funktechnologie Z-Wave unterstützen, sind in Vorbereitung.

Zur Steuerung stehen zwei Schalter zur Verfügung. Der sehr einem klassischen Lichtschalter ähnelnde Wall Switch kann entweder an der Wand angeschraubt oder durch das mitgeliefert Doppelklebeband dort befestigt werden. Er erlaubt es entweder, mit einem Schalter eine Gerätegruppe zu steuern oder bei Verwendung des Doppelschalters auch zwei.

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<p>Der <a href=Soft Remote genannte Schalter ist dagegen mit Magneten ausgestattet, mit deren Hilfe er sich leicht an metallischen Halterungen befestigen lässt. Der in mehreren, knalligen Farben erhältliche, 5,6 mal 5,6 Zentimeter große und 2 Zentimeter dicke Schalter ist spritzwassergeschützt und verträgt auch kleine Schläge. Für den Außeneinsatz ist er jedoch nicht gedacht.

Smartphone-Enthusiasten werden bei Den NodOn-Produkten die Möglichkeit der Fernsteuerung vermissen. Damit ersparen sich die Franzosen zwar potenzielle Sicherheitsrisiken, verzichten aber eben auch auf einige Komfortfunktionen. Ein vergleichbare, zu Apples HomeKit kompatible Produktlinie mit Steuerung übers Smartphone hat zum Beispiel kürzlich das Münchner Unternehmen Elgato vorgestellt Nachteil hier: Es geht nicht ohne Batterien.

Smart-Home-Produkte von NodOn (Bild: NodOn)
Neben steuerbaren Adaptern für die Steckdose und den zugehörigen Schaltern werden auch – allerdings mit Batterien – Öffnungsmelder für Türen und Fenster angeboten (Bild: NodOn)

Eine weitere interessante Alternative hat das süddeutsche Start-up Smobber mit seinen “Beanbits” angekündigt. Für dessen gleichnamiges Smart-Home System sollen erste Komponenten Ende 2015 lieferbar sein. Anders als bei NodOn und Elgato wird es neben Steuerungen für Steckdosen und Sensoren auch Aktoren enthalten – also beliebige Aktionen mit einem Klick starten können. Als Vorteil bewerben die Gründer, dass ihr System drahtlos aber ohne Cloud-Anbindung funktioniert – und damit sicherer sei als andere.

Bereits mit ähnlichen Produkten wie sie nun NodOn auf den Markt bringen will ist zum Beispiel Belkin aktiv. Dessen Mitbewerber D-Link hat eine entsprechende, ebenfalls mit Z-Wave funkende Produktreihe zur CeBIT angekündigt, sie soll in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Sie wird auch auf der IFA gezeigt und es ist wahrscheinlich, dass dann Termine für die Verfügbarkeit und Preise genannt werden. Bereits lieferbar sind dagegen die von RWE angebotenen Smart-Home-Pakete. Hier wird das Thema Sicherheit groß geschrieben: Neben Fenster- respektive Türsensoren, Bewegungs- und Rauchmeldern sowie einer Steuerungszentrale gehören auch Überwachungskameras zum Portfolio. Smartphone-Zugriff aus der Ferne ist möglich, muss aber kostenpflichtig. Wer nicht zahlt, kann die Steuerungsfunktion immerhin innerhalb des eigenen WLANs nutzen.

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