Hewlett-Packard stellt erste Angebote für Windows 10 vor

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HP (Bild: Hewlett-Packard)

HP, das seit 30 Jahren einer der loyalsten Microsoft-Partner ist, bleibt seiner Linie treu. Die Migrationsangebote und ersten, auf Windows 10 aufsetzenden Produkte richten sich an Firmenkunden. Neben aktualisierten Diensten und Funktionen gibt es mit Sure Start eine Neuerung. Sie soll Manipulationen des BIOS verhindern.

Nach einigen Verstimmungen in der jüngeren Vergangenheit gehen Hewlett-Packard und Microsoft die Einführung von Windows 10 nun wie in den guten alten Zeiten gemeinsam an. Und wie damals ist HP, das mit dem Softwarekonzern seit 30 Jahren in der Frontline Partnership enger als andere Hardwarehersteller verbunden ist, ganz vorn mit dabei, wenn es um die Vorstellung von Angeboten und Migrationshilfen auf ein neues Betriebssystem geht. Außerdem hat HP jetzt angekündigt, dass man die ersten Enterprise-Produkte mit vorinstalliertem Windows 10 bereits ab Mitte August, also lediglich zwei Wochen nach dem Marktstart des Betriebssystems am 29. Juli, ausliefern wird.

Für Firmenkunden ergänzt HP die neuen Sicherheitsfunktionen von Windows 10 wie Device Guard, Windows Hello und Microsoft Passport um den BIOS-Schutz HP Sure Start. Dieser überprüft, ob das BIOS manipuliert wurde. Stellt er Veränderungen fst, kann er dise rückgängig machen, noch bevor das Betriebssystem startet. Sure Start ist zunächst allerdings nur in den Notebooks der Elite- und ZBook-Reihe integriert.

Die Management-Lösung HP Client Security erlaubt es, den Zugriff auf Ports und Speichermedien zu kontrollieren. Dazu zählen laut HP die Verschlüsselung von Festplatten, der Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf Festplatten und auch der Schutz von Passwörtern. HP unterstützt aber auch die Einrichtung von Optionen für eine Mehrfaktor-Authentifizierung.

Mit Touchpoint Manager will HP es Firmen erleichtern, Sicherheitsregeln durchzuetzen sowie für PCs und Mobilgeräte ein einheitliches Sicherheitsmodell zu verwenden. Laut HP lassen sich so Apps, Sicherheitsregeln und veraltete Software automatisch aktualisieren. Der Touchpoint Manager informiert zudem die IT-Abteilung eines Unternehmens, sobald er eine Gefahr oder ein Problem erkennt.

Speziell für Windows 10 hat HP die unter anderem mit einem Audiosystem von Bang & Olufsen ausgestattete Edition des HP Elitebook Folio 1020 sowie das HP Pro Tablet 608 entwickelt. Ersteres kommt laut Neowin mit einem Core-M-Prozessor von Intel und einem 12-Zoll-Display, das optional auch als Touchscreen erhältlich ist. Das Pro Tablet 608 wird von einem Atom-Prozessor vom Typ Z8500 angetrieben, dem 4 GByte RAM zur Seite stehen. Daten können auf einer 128 GByte großen eMMC abgelegt werden. Das 8-Zoll-Display mit einem Seitenverhältnis von 4:3 löst 2048 mal 1536 Pixel auf.

Das Tablet ist demnach ab August zu einem Preis ab 16 Euro pro Monat für drei Jahre über HP Subscription erhältlich. Der Kaufpreis beginnt bei 479 Dollar. Das Elitebook Folio 1020 soll im Herbst folgen. Preise dafür sind noch nicht bekannt.

Darüber hinaus erhalten Kunden beim Kauf eines Windows-Produkts von HP – unabhängig davon, ob es sich um einen Desktop, ein Laptop oder ein Tablet handelt – vom HP Helpdesk kostenfreie Unterstützung bei der Migration zu Windows 10. Bei einem sechsmonatigen Helpdesk-Abonnement erhalten Kunden 30 Tage kostenfrei, bei einem Abonnement über ein Jahr sind es 60 Tage.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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