VirtualBox 5.0 bringt Unterstützung für Windows 10 und USB 3.0

CloudVirtualisierung
virtualBox_5_4_3 (Bild: Oracle)

Gast-Betriebssyteme erkennen in Oracles kostenloser Virtualisierungslösung nun direkt an den Wirt angeschlossene USB-3.0-Geräte. Virtualbox erlaubt jetzt zudem das Verschieben von Inhalten sowohl im Gast- als auch im Hostsystem per Drag and drop. Ebenso integriert es ab sofort Paravirtualisierungstechniken und AES-256-Datenverschlüsselung.

Oracle hat Virtualbox 5.0 zum Download freigegeben. Die kostenlose Virtualisierungssoftware bringt neben neuen und überarbeiteten Funktionen auch einige Fehlerkorrekturen. Als Host-Betriebssystem respektive Wirt werden für die Virtualisierung zahlreiche gängige x86-Betriebssysteme unterstützt.

Damit können Entwickler beispielsweise lokal installierte Applikationen oder Cloud-Anwendungen erstellen, ausprobieren oder virtualisieren, ohne dafür auf vollwertige Server-Umgebungen zurückgreifen zu müssen. Das erlaubt es ihnen, mit Cloud-Technologien wie OpenStack oder Docker innerhalb der Virtualbox zu arbeiten. Im Anschluss können die Entwickler ihre Programme auch in Standardformate packen und diese dann in verschiedenen Server-Virtualisierungsumgebungen verteilen.

Die aktuelle Version 5.0 bringt unter anderem die Unterstützung von Paravirtualisierung für Windows- und Linux-Gast-Systeme. Dazu bildet Virtualbox bei Bedarf Paravirtualisierungstechnologien nach, die schon in Microsofts Hyper-V sowie im Linux-Hypervisor KVM (Kernel-based Virtual Machine) integriert sind. Das soll die Leistung im Zusammenspiel von Host- und Gastsystem signifikant verbessern.

Inhalte lassen sich jetzt sowohl im Gast- als auch im Hostsystem per Drag and drop verschieben. Dateien, Dokumente oder Verzeichnisse können damit leichter kopiert, verschoben oder geöffnet werden. Zudem erkennen Gast-Betriebssyteme nun direkt an den Wirt angeschlossene USB-3.0-Geräte. Dementsprechend unterstützen sie auch die volle Bandbreite der Schnittstelle. Die Gast-Systeme lassen sich außer für den Support von USB 3.0 auch für USB 1.1 und 2.0 konfigurieren.

Daten auf virtuellen Laufwerken können zudem zur Laufzeit mit Standard-AES-Algorithmen im XTS-Modus mit 128- oder 256-Bit-Datenschlüsseln chiffriert werden, womit die Informationen in einer virtuellen Maschine (VM) stets gesichert sein sollen. Nachdem der jeweilige Schlüssel zusammen mit der virtuellen Maschine gespeichert worden ist, wird anschließend zu jedem neuen Start einer VM ein Passwort abgefragt.

Über einen neuen Setting-Tab können Anwender jetzt die Verschlüsselungsoptionen für Festplattenabbilder (Disk Images) festlegen. Über das User-Interface-Setting erlaubt Oracle jetzt außerdem das Ändern der Status-Bar, der Menu-Bar sowie das Skalieren von Inhalten in Gast-Systemen.

Des Weiteren nutzt ein erweiterter Befehlssatz im jeweiligen Gast-Betriebssystem neue CPU-Funktionen ab sofort besser aus, was die Leistung der virtuellen Maschinen verbessert. Neu ist ebenso eine Start-Funktion für VMs. Mit den Optionen “Headless” oder “Detachable” lassen sich diese nun im Hintergrund mit einem separaten Front-End-Prozess starten, der sich schließen lässt, während die virtuelle Maschine selbst noch im Hintergrund weiterläuft.

Version 5.0 unterstützt als Gast- oder Wirtssystem ab sofort auch Windows 10 sowie weiterhin Mac OS X Yosemite, Oracle Linux, Oracle Solaris, aber auch zahlreiche andere Linux- oder Legacy-Systeme. Ebenfalls neu ist der Support für Ubuntu und Fedora – und zwar sowohl für die Server- als auch für die Desktop-Varianten. Weitere Informationen hierzu finden sich auch im Handbuch zu Virtualbox.

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[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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