Apple hat Musikdienst gestartet und iOS 8.4 bereitgestellt

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Der Radiosender Beats1 ist Teil des neuen Musikdienstes Apple Music (Bld: Apple)

Das Software-Update steht für iPhone, iPad und iPod Touch zur Verfügung. Außer einer runderneuerten Musik-App mit Support für Apples neuen Streamingdienst bietet es einige Fehlerbehebungen, Sicherheitsaktualisierungen und Verbesserungen bei iBooks.

Apple hat zum Start seines Musikdienstes Apple Music auch die finale Version von iOS 8.4 veröffentlicht. Das Software-Update steht für iPhone, iPad und iPod Touch bereit. Es behebt einige Fehler und Sicherheitslücken der Vorgängerversion und bringt Verbesserungen bei iBooks. Im Mittelpunkt des Interesses steht aber natürlich die überarbeitete Musik-App mit Unterstützung für Apple Music.

Der Musikstreamingdienst bietet Zugang zu über 30 Millionen Titeln, kuratierte Playlists und den auch ohne Mitgliedschaft nutzbaren Internet-Radiosender “Beats 1”. Apple Music steht ab sofort in über 100 Ländern zur Verfügung, darunter auch Deutschland. Die ersten drei Monate können Interessenten den Dienst kostenlos testen, danach fallen etwa in den USA 9,99 Dollar für eine Einzelperson oder 14,99 Dollar für eine Familie mit bis zu sechs Personen an. Euro-Preise hat Apple bisher nicht genannt, sie werden aber voraussichtlich nominell den Preisen in den USA entsprechen. Apple Music läuft auf iPhone, iPad, iPod Touch, Mac-Computern, PCs und Apple TV. Im Herbst soll auch Unterstützung für Android folgen.

Der Radiosender Beats1 ist Teil des neuen Musikdienstes Apple Music (Bld: Apple)
Der Radiosender Beats1 ist Teil des neuen Musikdienstes Apple Music (Bld: Apple)

Der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) zufolge ist der Umsatz mit digitaler Musik im vergangenen Jahr weltweit um 6,9 Prozent auf 6,85 Milliarden Dollar angestiegen. Abo-Dienste legten dabei um 39 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar zu. Downloads machen zwar noch 52 Prozent der digitalen Musikumsätze aus, der Anteil ging aber 2014 um 8 Prozent zurück – und damit ebenso stark wie der Verkauf von Alben.

In Deutschland nutzen laut Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) aktuell rund 2,5 Millionen Anwender einen kostenpflichtigen Streamingdienst, weitere 8 Millionen verwenden einen kostenlosen Dienst. Verbraucher gaben in Deutschland 2014 durchschnittlich rund 60 Euro für Musik aus. Ein Jahresabo für einen typischen Streamingdienst kostet das Doppelte. Ein Abo lohnt sich demnach streng genommen nur für die sogenannten Intensivkäufer, die im Jahr mindestens 120 Euro für Musik ausgeben.

Mit dem Update auf iOS8.4 wurde unter anderem das Problem beseitigt, das zu einem ungewollten Neustart des iOS-Geräts führen kann, wenn eine Textnachricht mit einer bestimmten Unicode-Zeichenfolge empfangen und in der Messages-App angezeigt wird. Außerdem wurde die Hörbuch-Unterstützung in iBooks und im iBooks Store verbessert.

Ein kostenpflichtiger  Abo-Dienst lohnt sich für durchschnittliche Verbraucher in der Regel nicht. Lediglich sogenannte Intensivkäufer, die im Jahr mehr als 120 Euro für Musik ausgeben, kommen auf ihre Kosten (Grafik: Statista).
Ein kostenpflichtiger Abo-Dienst lohnt sich für durchschnittliche Verbraucher in der Regel nicht. Lediglich sogenannte Intensivkäufer, die im Jahr mehr als 120 Euro für Musik ausgeben, kommen auf ihre Kosten (Grafik: Statista).

[mit Material von Björn Greif ZDNet.de]

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