Samsung-Forscher verdoppeln Akkukapazität

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Samsung (Bild: Samsung)

Für die Anoden der aufladbaren Batterien verwendt Samsung ebenso wie andere Hersteller Silizium statt Graphit. Das bisher dabei auftretende Problem, dass sich Silizum-Anoden während Lade- und Entladevorgang ausdehnen beziehungsweise zusammenziehen, löst Samsung – derzeit allerdings nur im Labor – mit einer Graphen-Beschichtung.

Samsung arbeitet daran, dass Lithium-Ionen-Akkus bei gleicher Größe künftige Akkus für Smartphones und Tablets fast doppelt so viel Energie speichern können wie bisher. Dazu verwendet Samsung Silizium statt Graphit für die Anoden der aufladbaren Batterien. Diesen Ansatz verfolgen zwar auch andere Hersteller, das Problem dabei ist jedoch, dass sich Silizum-Anoden während des Ladens und Entladens ausdehnen beziehungsweise zusammenziehen. Dem jetzt veröffentlichten Forschungsbericht zufolge hat Samsung aber offenbar eine Lösung dafür gefunden. Die funktioniert derzeit allerdings nur unter Laborbedingungen, wann die Serienreife erreicht werden kann, ist unklar.

Dem Beitrag im Wissenschaftsmagzin Nature zufolge haben die Samsung-Forscher ein Verfahren entwickelt, bei dem Graphen direkt in Lagen an den Silizium-Anoden angelagert wird. Damit soll sich die Ausdehnung des Siliziums kontrollieren lasssen. “Die an der Silizium-Oberfläche verankerten Graphen-Lagen passen sich an die Ausdehnung des Silizums an”, heißt es in dem Forschungsbericht.

Laut Samsung erreicht eine vollgeladene Batteriezelle beim ersten Ladezyklus eine Energiedichte von 972 Wh, was einer Steigerung um Faktor 1,8 entspricht. Nach 200 Ladezyklen sank die Energiedichte in den Tests auf 700 Wh, was immer noch ein Plus von 50 Prozent gegenüber heute handelsüblichen Lithium-Ionen-Akkus bedeutet.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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