Street View zeigt nun Klettertouren im Yosemite-Nationalpark

Innovation
Street View El Capitan (Screenshot: ITespresso)

Google hat in seine Reihe sehenswerter Orte und Attraktionen in Street View nun auch Klettertouren aus dem Yosemite Nationalpark aufgenommen. Es sind, wie Google mitteilt, die ersten Aufnahmen aus der Vertikalen in dem Bilderdienst. Für sie hat der Konzern mit den Kletterern Tommy Caldwell, Lynn Hill und Alex Honnold zusammengearbeitet. Sie haben mit Kameras von

Google hat in seine Reihe sehenswerter Orte und Attraktionen in Street View nun auch Klettertouren aus dem Yosemite Nationalpark aufgenommen. Es sind, wie Google mitteilt, die ersten Aufnahmen aus der Vertikalen in dem Bilderdienst. Für sie hat der Konzern mit den Kletterern Tommy Caldwell, Lynn Hill und Alex Honnold zusammengearbeitet. Sie haben mit Kameras von Google die Besteigung von El Capitan dokumentiert. Wem der Berg irgendwie bekannt vorkommt: Außer seinem Ruf bei Kletterern ist er kürzlich durch die Vorabversion von Apples Betriebssystem, das seinen Namen trägt, in die Schlagzeilen geraten.

Für die Aufnahmen an El Capitan hat sich Google echte Kletterprominenz geholt: Lynn Hill war zum Beispiel 1993 der erste Mensch, der die besonders schwierige Route “The Nose” frei kletterte. Zusammen mit ihren beiden Kollegen kann man sie jetzt – allerdings angeseilt – bei der Besteigung des Berges erleben.

Die gebotenen Aufnahmen sind in der Tat ungewöhnlich – allerdings auch gewöhnungsbedürftig. Auf einem Desktop-Rechner ist die Navigation nur schwer handhabbar, auf einem Tablet deutlich besser. Außerdem lässt sich in ihnen zwar das Bild Neigen, Schwenken und Drehen, zum Zoomen muss allerdings auf die von Google Maps gewohnten Plus- und Minus-Symbole in der rechten unteren Ecke zurückgegriffen werden. Angesichts des extrem schwierigen Geländes ist diese Einschränkung aber wohl unumgänglich.

El Capitan im Yosemite Nationalpark bei Street View (Screenshot: ITespresso)

Erst vor kurzem wurde Street View Google um 40 recht spektakuläre Unterwasserpanoramen erweitert. Während bei den Aufnahmen von El Capitan eindeutig die sportliche Leistung der drei Kletterer und die teilweise tatsächlich atemberaubenden Perspektiven im Vordergrund stehen, ging es Google bei den Aufnahmen aus den Ozeanen auch darum, auf die Verwundbarkeit dieses Lebensraumes hinzuweisen. Dazu präsentiert der Konzern etwa Bilder von der Küste von Amerikanisch-Samoa im Südpazifik, dem Tschagos-Archipel im Indischen Ozean, der Nähe von Bali und den Bahamas sowie dem Great Barrier Reef vor der Küste Australiens.

Zu den früher bereit präsentierten Naturwundern und Sehenswürdigkeiten zählen der Grand Canyon, kulturhistorische Stätten wie das Kennedy Space Center der NASA und die mexikanische Ruinenstadt Teotihuacán. Und im Rahmen seiner Bemühungen um mehr Transparenz hat Google auch schon einmal eines seiner Rechenzentren bei Street View einsehbar gemacht.

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