Wie Technik Pendlern künftig den Weg zur Arbeit verschönert

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Smartphone-ÖPNV (Bild: Shutterstock/William Perugini)

In einer Zukunftsstudie thematisiert das Unternehmen, wie etwa selbstfahrende Autos zukünftig eine effizientere Nutzung der Zeit zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei 2-in-1-Geräte als mobile Schaltzentrale in Auto oder Zug. Aktuell wünscht sich die Hälfte der befragten Pendler für die Zukunft jedoch lediglich eine stabile Internetverbindung in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zum Verkaufsstart seines Notebook-Tablet-Hybridgeräts Satellite Click Mini hat Toshiba in Zusammenarbeit mit dem Futurologen Ian Pearson eine Studie mit dem etwas sperrigen Titel “Die Zukunft der Hybrid-Technologie und der tägliche Arbeitsweg im 21. Jahrhundert” veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, dass Trends wie selbstfahrende Autos oder die zunehmende Verschmelzung von virtueller und realer Welt es Pendlern in den kommenden 20 Jahren ermöglichen werden, die Zeit zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nicht nur angenehmer, sondern auch effizienter zu nutzen.

Pendler mit Smartphone (Bild: Shutterstock/Monkey Business Images)

Eine in den Bericht integrierte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Censuswide, für die im März 2015 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren befragt wurden, beleuchtet überdies das Pendlerverhalten von Frauen und Männern in drei deutschen Großstädten. Wesentliche Erkenntnisse daraus sind, dass der Durchschnittsdeutsche, der zu knapp 62 Prozent öffentliche Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit nutzt und dafür im Schnitt 38 Minuten und 42 Sekunden benötigt, mehrheitlich beim Pendeln gerne auf Technologie zurückgreift. So empfinden rund 60 Prozent der Befragten die alltägliche Arbeitsstrecke als angenehmer, wenn sie während der Fahrt ihre Mobilgeräte verwenden können.

Vor allem Männer verwenden auf dem Weg zur Arbeit laut Studie ein Notebook, Tablet oder einen E-Reader (42 Prozent). Erste Wahl ist für rund 90 Prozent der Männer allerdings das Smartphone. Dabei sind die drei häufigsten Beschäftigungen beim Pendeln Musikhören mit 63,6 Prozent, Lesen von Texten (23,2 Prozent) sowie das Bearbeiten beruflicher E-Mails (21,2 Prozent). Hierfür eigne sich vor allem ein leichtes und handliches Hybrid-Gerät mit einer komfortablen Bildschirmgröße und ergonomischer Tastatur, wie Toshiba nicht ganz uneigennützig anmerkt.

Toshiba_Virtual_Reality (Bild: Toshiba)
Die zunehmende Verschmelzung von realer und virtueller Welt könnte Pendler durch die gleichzeitige Stimulation ihrer fünf Sinne zukünftig in Tagträumen während ihrer Fahrt schwelgen lassen (Bild: Toshiba).

Darüber hinaus gab fast exakt die Hälfte der Befragten (50,5 Prozent) an, dass sie sich für die Zukunft eine funktionierende, weil stabile Internetverbindung in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, etwa über einen kostenlosen WLAN-Hotspot, wünscht. Erwähnenswert ist auch, dass gut 30 Prozent der Umfragteilnehmer künftig gerne interaktive Karten in Bus und Bahn sehen möchten.

Ferner hat sich Toshiba gemeinsam mit Ian Pearson darüber Gedanken gemacht, wie das Pendeln zum Arbeitsplatz in den nächsten fünf, zehn oder 20 Jahren, aussehen könnte. So kommen sie etwa darin überein, dass bis 2020 erste selbstfahrende Autos auf europäischen Straßen anzutreffen sind. Besitzer dieser autonomen Fahrzeuge könnten die Fahrtzeit nutzen, um sich zu entspannen oder zu arbeiten.

Außerdem sei es denkbar, dass bis 2025 Mobilgeräte als Schaltzentralen für kostengünstige und vernetzte Displays dienen, welche in Zügen und Autos installiert sind und sich über diverse Schnittstellen mit dem privaten Gerät verbinden lassen. Einstellungen, Konfigurationen sowie personenbezogene Daten könnten diese Geräte etwa aus der Cloud beziehen.

Ian-Pearson-Futurologe (Bild: Toshiba)
Der Zukunftsforscher Ian Pearson prognostiziert unter anderem, dass Hybridgeräte zukünftig als Schaltzentrale für vernetzte Displays in Auto oder Zug dienen werden (Bild: Toshiba).

Im selbstfahrenden Auto sei der “Fahrer” mithilfe eines Notebook-Tablet-Hybriden in Zukunft zudem in der Lage, zum Beispiel die Sitzhöhe im Fahrzeug vorzugeben. Der intelligente Sitz kommuniziere entsprechend mit dem 2-in-1-Gerät, um dessen Befehle zu empfangen. Auch die Inhalte für das Entertainment-System könnten sich auf diese Weise steuern und übertragen lassen.

Für das Jahr 2035 prognostiziert Pearson, dass es im Bereich der “Virtuellen Realität” möglich sein wird, über eine direkte Verbindung in das Gehirn alle fünf Sinne des Menschen anzusprechen oder einzusetzen, sodass Pendler auf dem Weg zur Arbeit in einem Tagtraum schwelgen können und dann entspannt in den Arbeitstag starten. “Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Deutschen die positiven Auswirkungen von Technologien beim täglichen Pendeln begrüßen und sich künftig mehr davon wünschen”, kommentiert der für das Zukunftsforschungsinstitut Futurizon arbeitende Ian Pearson, in einer Pressemitteilung.

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