Twitter schafft 140-Zeichen-Limit für Direktnachrichten ab

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Twitter (Grafik: Twitter)

Ab Juli dürfen sie stattdessen bis zu 10.000 Zeichen lang sein. Es hatte in diesem Jahr bereits Gruppen-Direktnachrichten sowie die Option eingeführt, solche Nachrichten auch von Fremden zu akzeptieren. Außerdem bietet Twitter seinen Anwendern ab sofort die Möglichkeit, sich vor Belästigungen und Bedrohungen durch andere Nutzer zu schützen.

Twitter hat seine bislang bestehende Begrenzung auf 140 Zeichen für eine Mitteilung aufgehoben. Das gilt jedoch nur für Direktnachrichten, die man anderen Twitter-Anwendern privat schickt. Die Obergrenze für solche Nachrichten liegt ab 1. Juli bei 10.000 Zeichen.

Twitter schafft 140-Zeichen-Limit für Direktnachrichten ab (Grafik: Twitter)

Offenbar will sich Twitter stärker gegen den Mitbewerbern aus dem Messaging-Bereich – etwa WhatsApp, Snapchat un dem Facebook Messenger – positionieren. Die Funktion Direktnachrichten integrierte der Kurznachrichtendienst zwar schon sehr früh, sie gilt jedoch bis heute nicht als eine der Kernfunktionen.

In diesem Jahr wurde das Feature bereits zweimal überarbeitet. Zunächst führte Twitter die Option ein, die Direktnachrichten an eine Gruppe zu versenden, das heißt, es kann seitdem in einem begrenzten Kreis diskutiert werden. Später integrierte es als Opt-in die Möglichkeit, Direktnachrichten auch von Anwendern zu empfangen, denen man selbst nicht folgt. Zuvor war es für Direktnachrichten zwingend notwendig, dass beide Beteiligten einander folgen.

Die Grenze von 140 Zeichen sowie die daraus resultierende Notwendigkeit einer Selbstbeschränkung gelten als stilbildend für Twitter. Sie geht auf jene Zeiten zurück, als Nutzer auch per SMS Nachrichten auf Twitter veröffentlichen konnten. Eine SMS kann bis zu 160 Zeichen umfassen. Twitter sah damals bis zu 20 Zeichen für den Nutzernamen und bis zu 140 Zeichen für die eigentliche Nachricht vor.

Das Limit wurde zuletzt auch schon durch die erweiterte Zitierfunktion von Twitter aufgeweicht. Ein Retweet kann seit April aus dem Volltext der ursprünglichen Nachricht sowie aus einem bis zu 116 Zeichen langen Kommentar zusammengesetzt sein. Dadurch ergeben sich insgesamt maximal 256 Zeichen.

Eine weitere neue Funktion ist seit gestern verfügbar: Twitter bietet seinen Nutzern nun die Möglichkeit, sich vor Belästigungen und Bedrohungen durch andere Anwender zu schützen. Sie können aus den Konten, die sie selbst bereits blockiert haben, eine schwarze Liste erstellen und diese mit ihren Freunden teilen. Das gibt ihnen wiederum die Möglichkeit, mehrere Konten gleichzeitig statt wie bisher nur einzeln zu blockieren.

Diese Woche gab das Unternehmen bereits den Rückzug von CEO Dick Costolo bekannt. Ab 1. Juli übernimmt Firmengründer Jack Dorsey kommissarisch den Posten des Chief Executive Officer. Costolo behält seinen Sitz im Verwaltungsrat, während Dorsey zeitgleich CEO des von ihm gegründeten Bezahldiensts Square bleibt.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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