Blackberry arbeitet angeblich an Android-Smartphone

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Blackberry (Bild: Josh Miller / CBS Interactive)

Das berichtet zumindest Reuters. Das Unternehmen entwickelt demnach offenbar ein Slider-Handy mit Googles Mobilbetriebssystem. Dabei könnte es sich um das bereits im Februar präsentierte Gerät mit abgerundeten Displaykanten handeln. Ein Wechsel zu Android würde zu Blackberrys Neuausrichtung auf Software und Dienste passen.

Blackberry entwickelt nun doch ein Android-Smartphone. Das berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf “mit der Sache vertraute” Personen. Demzufolge soll das kanadische Unternehmen ein geplantes “Slider-Gerät” nicht mit Blackberry OS, sondern mit Googles Mobilbetriebssystem ausrüsten. Das Slider-Smartphone soll einen Touchscreen mit einer herausziehbaren Tastatur kombinieren.

Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona hatte Blackberry ein Smartphone mit abgerundeten Bildschirmkanten – ähnlich Samsungs Galaxy S6 Edge – und einem ausziehbaren Tastenfeld gezeigt. Unklar ist, ob es sich dabei um das von Reuters gemeinte Gerät handelt. Überdies deutete Blackberry zuletzt im Zuge seiner Umstrukturierung hin zu einem Software- und Services-Unternehmen seine Bereitschaft an, sich anderen Betriebssystemen zu öffnen, die es vorher noch als Bedrohung angesehen hatte.

Im März präsentierte der Hersteller zum Beispiel seine Pläne für eine “Blackberry Experience Suite”. Sie soll Features wie das Messaging-Portal Hub, die virtuelle Tastatur und auch Sicherheitsfunktionen in Apps umsetzen. Ziel ist es, sie für iPhone, iPad und Geräte mit Android und Windows Phone bereitzustellen. Seinen populären Messaging-Dienst BBM stellt Blackberry bereits seit 2013 für Android und iOS zur Verfügung.

Seitens Blackberry war keine Stellungnahme zu dem Bericht von Reuters zu erhalten. Via E-Mail erklärte das Unternehmen lediglich, man halte “am Betriebssystem Blackberry 10 fest, dessen Sicherheits- und Produktivitätsvorteile unerreicht sind.” Auch Google wollte die Meldung von Reuters nicht kommentieren.

Sollte Blackberry tatsächlich einen Wechsel zu Android erwägen, wäre das ein Eingeständnis für das Scheitern von Blackberry OS. Laut IDC sank der Anteil des Mobilbetriebssystems im vergangnen Jahr auf 0,4 Prozent. Der Wechsel zu Android würde auf der anderen Seite jedoch zur Neuausrichtung des Unternehmens auf Software und Dienste passen.

Seit Anfang der Woche offeriert Blackberry sein im September 2014 präsentiertes Smartphone Passport in seinem Onlineshop für 499 Euro. Dies entspricht einer Preissenkung um 150 Euro. Im freien Handel ist es aktuell ab rund 450 Euro erhältlich – zwischenzeitlich war es sogar schon für unter 400 Euro verfügbar.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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