AVM kündigt Fritz Box 4080 für 249 Euro an

BreitbandNetzwerke
AVM Fritz Box 4080 (Bild: AVM)

Auf der Fachmesse ANGA COM in Köln gibt AVM außerdem einen Ausblick auf die Fritz Box 6590 Cable und die für Glasfaseranschlüsse konzipierte Fritz Box 5490. Die Fritz Box 4080 funkt im WLAN mit bis zu 2,5 GBit/s und bietet zwei USB-3.0-Anschlüsse. Einen WLAN-Repeater nach dem Standard 802.11ac stellt AVM ebenfalls in Aussicht.

AVM präsentiert auf der ANGA COM in Köln diese Woche eine ganze Reihe neuer Produkte. Im Mittelpunkt stehen auf der für Netzbetreiber-Messe die zwei Router-Modelle Fritz Box 6590 Cable und die für Glasfaseranschlüsse gedachte Fritz Box 5490. Außerdem nutzt der Hersteller aber auch die Gelegenheit, um die auf der CeBIT berits angekündigte Fritz Box 4080, sozusagen den großen Bruder der soeben in den Verkauf gekommenen Fritz Box 4020, erstmals in Aktion zu zeigen. Außerdem ist ein neuer WLAN-Repeater zu sehen, der nach dem schnelleren WLAN-Standard 802.11ac arbeitet.

Die Fritz Box 4080 kommt als reiner WLAN-Router ohne integriertes Modem und kann daher an Kabel-, DSL- oder Glasfasermodems verwendet werden. Während die gerad eebn verfügbar gewordene Fritz Box 4020 eben nur die erforderlichen Funktionen mitbringt, damit der Preis von 59 Euro erreicht werden kann, wird die Fritz Box 4080 deutlich besser ausgestattet sein. Sie soll dann in der zweiten Jahreshälfte zur UVP von 249 Euro auf den Markt kommen.

AVM Fritz Box 4080 (Bild: AVM)
Die Fritz Box 4080 kommt in der zweiten Jahreshälfte 2015 zur UVP von 249 Euro in Deutschland in den Handel (Bild: AVM).

Sowohl die Fritz Box 4080 als auch die Fritz Box 6590 Cable trumpfen bei der Datenübertragung im WLAN auf. Mit 4×4-Technik sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Band (Dualband Wave 2) sollen bis zu 2,5 GBit/s parallel übertragen werden können – die sich natürlich auf mehrere Geräte aufteilen. Laut AVM profitiert dabei jedes einzelne – unabhängig vom unterstützten WLAN-Standard – von schnellerem Datendurchsatz sowie reduzierten Latenzzeiten und geringerem Stromverbrauch.

So soll Streaming von 4K-Filmen, Online-Spiele auf Konsolen und mehrere Anwender mit Smartphones und Tablets, die gleichzeitig das WLAN nutzen, problemlos möglich sein. Beim herkömmlichen WLAN nach 802.11n im 2,4-GHz-Frequenzband können durch das Modulationsverfahren 256QAM auf jedem der vier Streams bis zu 200 MBit/s übertragen werden. Damit dürften dann alle vier Nutzer zufriedenstellend bedient werden – selbst wenn man aufgrund größerer Entfernungen und zu überbrückender Hindernisse zwischen Mobilgerät und WLAN-Router einen Leistungsverlust in Rechnung stellt. Offenbar hat AVM die neuen Router-Modelle, die ja deutlich mehr Rechenleistung erbringen müssen, auch bei den verbauten Chips aufgerüstet, macht dazu aber noch keine genaueren Angaben.

Als Schnittstellen stehe bei der Fritz Box 4080 neben einem Gigabit-WAN-Port, vier interne Gigabit-Ethernet-Ports sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse zur Verfügung. Auch zwei analoge Telefonanschlüsse, interner ISDN-Anschluss und eine DECT-Basisstation sind vorhanden. Über die AVM-Firmware stehen NAS-Funktionen und ein Mediaserver, die Möglichkeit, einen WLAN-Gastzugang einzurichten, sowie die Nutzung der Smart-Home-Angebote von AVM zur Verfügung. Auch dieser Router wird mit der von AVM im vergangenen Jahr eingeführten Auto-Update-Funktion ausgeliefert, die insbesondere Laien helfen soll, potenzielle Sicherheitslücken schnell zu schließen. Profis können sie auch abschalten.

Fritz Box 6590 Cable (Bild: AVM))
Fritz Box 6590 Cable (Bild: AVM)

Mit der Fritz Box 6590 Cable zeigt AVM auf der Messe zudem die Aktualisierung seiner an selber Stelle bereits vor zwei Jahren vorgeführten Fritz Box 6490 Cable. Die arbeitet mit 24 x 8-Kanalbündelung, WLAN nach 802.11ac. Sie bringt vier Gigabit-Ethernet-Ports und einen DVB-C-Tuner mit. Damit ist sie gut für Kabelanschlüsse mit bis zu 1320 MBit/s im Downstream geeignet.

Die Neuvorstellung Fritz Box 6590 Cable soll da mit 32 x 8-Kanalbündelung und Datenraten von bis zu 1,7 GBit/s im Downstream sowie 240 MBit/s im Upstream noch eins drauflegen. Um die ankommenden Daten auch effektiv im Heimnetzwerk zu verteilen, setzt sie auf dieselbe WLAN-Technologie wie die Fritz Box 4080 – erreicht also auch bis zu 2,5 GBit/s.

Eine Besonderheit bei Endgeräten für den Kabelanschluss ist die integrierte DECT-Basis. An ihr lassen sich bis zu sechs Schnurlostelefonen anmelden. Die integrierte Telefonanlage unterstützt Analog-, ISDN-, DECT- und IP-Telefone und HD-Sprachequalität. Der DVB-C-Tuner fehlt bei der Fritz Box 6590 Cable ebenfalls nicht. Darüber lassen sich mit Hilfe der soeben aktualisierten Fritz App TV Programme aus dem Kabelfernsehen per WLAN auf mobile Geräte im Heimnetz streamen. Wie bei allen Oberklassegeräten von AVM werden auch hier die Smart-Home-Anwendungen unterstützt. Für sie bietet der Hersteller eine ganze Reihe von Zubehör an, um den Router zur Zentrale der Heimsteuerung zu machen.

Für den Glasfasranschluss gedacht: die Fritz Box 5490 (Bild: AVM).
Für den Glasfaseranschluss gedacht: die Fritz Box 5490 (Bild: AVM).

Für die wenigen glücklichen Deutschen mit einem Glasfaseranschluss hat AVM die Fritz Box 5490 vorgestellt. Es handelt sich dabei quasi um eine Glasfaservariante des DSL-Routers Fritz Box 7490. Intern funkt die Fritz Box 5490 sowohl via 802.11ac mit bis zu 1300 MBit/s sowie mit 802.11n mit maximal 450 MBit/s. Eine Telefonanlage mit Anrufbeantwortern, integrierter DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone sowie Anschlüssen für Analog-, ISDN- und IP-Telefone sind auch hier vorhanden.

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