Qnap präsentiert NAS-System mit AMD-CPU und bis zu 16 GByte RAM

Data & StorageStorage
Qnap TS-563 (Bild: Qnap)

In der erweiterten Konfiguration ist das Modell TS-563 jedoch nur mit bis zu 8 GByte DDR3-RAM erhältlich, in der Basiskonfiguration sogar nur mit maximal 2 GByte. Neben dem Arbeitsspeicher erhält der 64-Bit-SoC mit vier Kernen und 2 GHz Takt auch Unterstützung von 512 MByte SSD-Cache. Zudem hat Qnap das mit zwei Thunderbolt-2-Anschlüssen ausgestattete NAS-System TVS-871T angekündigt.

Qnap hat mit den Turbo- beziehungsweise Thunderbolt-NAS-Modellen TS-563 und TVS-871T zwei neue Netzwerkspeicher für kleine und mittelgroße Unternehmen angekündigt. Laut Anbieter handelt es sich bei letzterem Modell um die weltweit erste DAS-/NAS-/iSCSI-SAN-Dreifachlösung. Das Besondere am TS-563 dagegen ist, dass es sowohl eine SSD-Cache-Beschleunigung als auch eine hardwarebeschleunigte AES-NI-Verschlüsselungs-Engine integriert.

Die mit fünf Festplatteneinschüben ausgestattete Turbo-NAS-Variante TS-563 wird von einem AMD-SoC mit vier Kernen und 2 GHz Takt angetrieben. In der Basiskonfiguration wird der 64-Bit-Prozessor von 2 GByte DDR3-RAM unterstützt. Die erweiterte Konfiguration liefert hingegen 8 GByte DDR3-Arbeitsspeicher, der sich sogar noch auf bis zu 16 GByte ausbauen lässt. Zusätzlich kann die energieeffiziente AMD-CPU bei rechenintensiven Multitasking-Aufgaben auf 512 MByte Flash-Speicher zurückgreifen, den sie dann als SSD-Cache nutzt.

Die Laufwerksschächte des TS-563 nehmen sowohl Solid-State-Drives als auch im laufenden Betrieb austauschbare 6-GBit/s- respektive 3-GBit/s-SATA-Festplatten im 2,5- und 3,5-Zoll-Format auf. Anhand von ebenfalls von Qnap stammenden UX-800P-Erweiterungsgehäusen lässt sich das NAS-System mit bis zu 21 Laufwerken aufrüsten.

Qnap TS-563 (Bild: Qnap)
Das NAS Qnap TS-563 kommt mit fünf mit fünf Festplatteneinschüben (Bild: Qnap).

Standardmäßig verfügt der Netzwerkspeicher über zwei Gigabit-Ethernet-Ports, die sich über eine optional erhältliche Erweiterungskarte im PCIe-x4-Slot auf vier Gigabit-LAN-Schnittstellen verdoppeln lassen. Mit einer entsprechenden PCIe-Netzwerkkarte können wahlweise aber auch zwei 10-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse realisiert werden.

In der Konfiguration mit 10-Gigabit-Ethernet gibt der Hersteller den sequenziellen Lesedurchsatz mit bis zu 819 MByte/s an. Durch die AES-NI-Engine mit einem 256-Bit-Schlüssel chiffrierte Daten werden immerhin noch mit maximal 435 MByte/s gelesen. Das rund 18,5 mal 21 mal 23,5 Zentimeter große und 4,4 Kilogramm schwere Gerät besitzt darüber hinaus fünf USB-3.0-Ports, von denen sich je einer auf der Vorder- und je vier auf der Rückseite finden.

Zu den weiteren Funktionalitäten zählt auch die in den Prozessor integrierte Virtualisierungstechnologie AMD-V. Sie ermöglicht die Ausführung mehrerer Windows-, Linux-, Unix- oder Android-basierender virtueller Maschinen auf dem NAS-Gerät. Diese können mithilfe von Qnaps Virtualization Station verwaltet werden. Unterstützt werden allerdings auch die Virtualisierungstechniken von VMware, Citrix und Microsoft (Hyper-V).

Die Leistungsaufnahme gibt Qnap für ein Einsatzszenario mit fünf verbauten 2-TByte-Festplatten mit rund 30 Watt im Standby-Modus sowie knapp 48 Watt im Betrieb an. Ein 120-Millimeter-Lüfter zeichnet für die Beseitigung der entstehenden Wärme verantwortlich.

Den Preis für die Basiskonfiguration mit 2 GByte Arbeitsspeicher beziffert der Hersteller auf 606 Euro, die erweiterte Konfiguration mit 8 GByte RAM kostet ihm zufolge 749 Euro. Wann genau das Turbo-NAS-Modell TS-563 erhältlich sein wird, steht hingegen noch nicht fest.

Weit weniger Details sind derweil über die Neuvorstellung TVS-871T bekannt. Laut Qnap handelt es sich dabei aber um eine Dreifachlösung, mit der sich neben einem NAS auch ein DAS und ein iSCSI-SAN aufbauen lässt. Dank seiner zwei Thunderbolt-2-Anschlüsse soll es sich insbesondere für die simultane 4K-Videoübertragung und -Anzeige eignen und etwa Mac-Nutzern so der professionellen Videobearbeitung dienen.

In Kombination mit einem Dual-Ethernet-Netzwerk sollen sich Dateien zudem nun problemloser über mehrere Geräte teilen lassen: “Dass Nutzer mit Thunderbolt-Speicherlösungen wie Direct Attached Storage weniger flexibel bei der Dateifreigabe sind, ändert QNAP mit dem TVS-871T und bietet zudem 10-Gigabit-Ethernet-Geschwindigkeit”, sagt Mathias Fürlinger, Bereichsleiter Business Development für Mitteleuropa bei Qnap, in einer Pressemitteilung.

Wie alle aktuellen Thunderbolt-NAS-Systeme von Qnap soll auch das TVS-871T zudem mit speziellen 6 TByte großen NAS-HDDs von Seagate ausgestattet sein. Was der Hersteller für die mit acht Laufwerksschächten versehenen Neuvorstellung verlangt und wann sie verfügbar sein wird, ist bislang ebenso wenig bekannt wie Einzelheiten zu Prozessor oder RAM.

TVS-871T_Top-right-shadow (Bild: Qnap)
Der TVS-871T nimmt bis zu acht Festplatten auf und kann außer einem NAS auch ein DAS sowie ein iSCSI-SAN aufbauen (Bild: Qnap).

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Open Source aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen