Groupware Tine 2.0 nun auch als Appliance erhältlich

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Tine 2.0 (Grafik: Metaways)

Sie wurde vom Hamburger Softwarehersteller Metaways zusammen mit dem deutschen Appliance-Spezialisten Secudos entwickelt und kommt in vier Ausführungen auf den Markt. Ein kompakter, geräuschloser Desktop-Server für bis zu 25 Benutzer ist bereits für 1600 Euro verfügbar. Rack-Server für 50, 75 und 100 Benutzer folgen in den kommenden Wochen.

Die Business Edition der Open-Source-Groupware Tine 2.0 wird jetzt außer als Software oder als SaaS-Dienst auch als Appliance angeboten. Die vorkonfigurierten Bundle aus Hard- und Software wurden vom Hamburger Softwarehersteller Metaways zusammen mit dem deutschen Appliance-Spezialisten Secudos. Die Preise für das als Alternative zu Microsoft Exchange oder Mac OS X Server positionierte Produkt fangen bei 1600 Euro für das Paket für bis zu 25 Nutzer an. Rack-Server für 50, 75 und 100 Benutzer folgen in den kommenden Wochen.

Die als Secudos TS-25 vermarktete kleinste Version der Groupware-Appliance arbeitet mit einem AMD-Prozessor und 4 GByte RAM. Sie bootet von einer SD-Karte, einem externen USB-Laufwerk oder einer SATA-SSD und verfügt über drei Gigabit-Ethernet-Ports sowie zwei Mini-PCI-Express-Einschübe. Die Appliance misst 16,8 mal 15,7 mal 3 Zentimeter. Die Leistungsaufnahme gibt der Hersteller mit 6 bis 12 Watt an.

Die webbasierende Groupware Tine 2.0 bietet neben E-Mail-, Adressbuch- und Kalenderfunktionen auch bereichsspezifischen Anwendungen wie CRM, Projektzeitenerfassung und Dateimanager. Mobile Endgeräte lasen sich über das ActiveSync-Protokoll einbinden, in Microsoft-Umgebungen fügt sich Tine 2.0 durch Unterstützung von Active Directory ein. Für Plattformunabhängigkeit sorgt die Unterstützung offener Schnittstellen wie WebDAV, CalDAV und CardDAV. Der Verzicht auf eine herkömmliche, native Client-Software soll zudem den administrativen Aufwand reduzieren.

Mit der nun verfügbaren Appliance soll das Mantra der Tine-2.0-Entwickler – die einfache Benutzung – weiter umgesetzt werden. Sie positionieren ihr Produkt damit vor allem in kleinen Firmen, die Schwierigkeiten haben, geeignete Mitarbeiter für den IT-Support zu bekommen oder deren Basisinfrastruktur einfach laufen soll, damit die Mitarbeiter Zeit für wichtige Aufgaben bekommen. Mit der Appliance lassen sich zusätzlich unter anderem Tine-2.0-Datensicherungen automatisch erstellen und im Netzwerk archivieren sowie SSL-Zertifikate unkompliziert einspielen und verwalten. Durch die vom Appliance-Hersteller eingebrachte Secudos-SDR-Technologie soll zudem ein vollständiges Disaster Recovery in nur wenigen Minuten durchführbar sein.

Zur Erweiterung des Funktionsumfangs stehen für Nutzer von Tine 2.0 zahlreiche fertige Module bereit. Außerdem haben sie die Möglichkeit, im Rahmen von Individualprojekten, die Groupware an eigene Anforderungen anzupassen, sie zu erweitern oder in bestehende Systeme zu integrieren – was aber eher für größere Organisationen in Frage kommt und für die Zielgruppe der Appliances nicht relevant ist. Nach Angaben der Entwickler nutzen weltweit über eine Millionen Anwender Tine 2.0 . Die Bandbreite reiche vom kleinen Start-up bis großen Verwaltungsorganisationen.

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