Leertaste soll durch Touch-Funktionen zur Smartbar werden

Innovation
Synaptics_Smartbar_Grafik (Grafik: Synaptics)

Die Smartbar genannte Technik erfasst mit dem Daumen auf der Leertaste ausgeführte Gesten und setzte diese auf PC oder Notebook um. Als Einsatzgebiete sieht Entwickler Synaptics, der bisher für Touch- und Trackpads bekannt ist, nicht nur bei Spiele,n, sondern auch bei Büro-Software.

Der Touchpad-Anbieter Synaptics hat mit der Smartbar-Technologie eine neue Einsatzmöglichkeit für die laut Hersteller nur “unzureichend ausgelastete” Leertaste auf Desktop- und Notebook-Tastaturen vorgestellt. Die mit kapazitiven Sensoren ausgestattete Taste lässt sich mittels Touch-Gesten dann als Trackpad oder Maus-Unterstützung in Spielen und Büro-Software verwenden.

Die Smartbar-Technologie erlaubt es, mit einem oder beiden Daumen auf der Leertaste ausgeführte Gesten zu erfassen und anschließend auf dem Notebook oder Desktop-PC umzusetzen. So ist es etwa möglich, ein Wort per Wischgeste in einem Dokument mit dem Daumen vor- und rückwärts zu markieren. Ein weiteres denkbares Szenario ist analog zum Smartphone-Touchscreen das Hinein- und Herauszoomen mit zwei Daumen in einem Dokument oder Bild.

Ferner soll die Smartbar-Technik auch einen Makro-Editor enthalten, mit der bis zu fünf programmierbare Logik-Buttons auf der Leertaste definiert werden können. Jeder Button ist dann einem Makro zugeordnet und kann dieses mithilfe des Makro-Editors ausführen. Nützlich ist das beispielsweise dann, wenn Anwender Tastaturkürzel für unverzichtbare Bedienelemente eines Spiels oder wiederkehrende Desktop-Funktionen benötigen.

Smartbar Synaptics (Grafik: Synaptics)
Die jetzt von Synaptics vorgestellte Smartbar-Technik erlaubt unter anderem vertikales Scrollen sowie das Hinein- und Herauszoomen mit der Leertaste. Auch Schnellstartmenüs sind konfigurierbar (Grafik: Synaptics).

Synaptics integriert die Smartbar aktuell schon in OEM-Geräte und hat mit Tt eSports, der Spielezubehör-Sparte von Thermaltake, bereits einen Hardware-Partner an der Hand. “Desktop-PCs stellen noch immer einen beträchtlichen Anteil des Computermarkts dar – vor allem im gewerblichen Bereich. Allerdings wurden die Desktop-Nutzer bei neuen Interface-Technologien vernachlässigt”, sagt Tom Mainelli, Vizepräsident der Sparte Geräte und Displays bei IDC, in einer Pressemitteilung. “Unternehmen suchen immer nach Wegen, wie sie die Effizienz der Mitarbeiter verbessern können. Funktionsreiche Tastaturen mit Touch-Integration repräsentieren daher einen unkomplizierten und erschwinglichen Weg, um die Produktivität der Angestellten zu optimieren”, so Mainelli weiter.

Die Geschichte der Computermaus

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Die Geschichte der Computermaus
Den ersten Prototyp einer Computermaus, damals noch aus Holz und mit einer wenig ergonomischen Taste, baute Bill English 1964. Den Ruhm dafür heimste aber sein Chef Douglas C. Engelbart ein, der das Konzept am 9. Dezember 1968 auf einer Konferenz in San Francisco der Öffentlichkeit vorstellte (Bild: Logitech).

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