Google lässt sich vernetztes Plüschtier patentieren

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Teddybär (Shutterstock/BrAt82)

Das Patentamt der Vereinigten Staaten hat jetzt einen bereits im Februar 2012 von Google-Mitarbeitern eingereichten Patentantrag auf einen vernetzten Plüschbären veröffentlicht. Demnach soll der Smart-Teddy in der Lage sein, durch Sensoren mit den Haushaltsmitgliedern zu interagieren und drahtlos mit diversen Geräten im Haushalt kommunizieren können.

Google arbeitet offenbar bereits mindestens seit Februar 2012 an einer neuen Form des Babyphones beziehungsweise einem Ersatz zu doch recht aufdringlichen und unflexiblen Überwachungskameras im Kinderzimmer: einem vernetzen Plüschtier. Damit sollen sich aber nicht nur die lieben Kleinen, sondern auch – was ja in den USA häufiger genutzt wird als hierzulande – deren Betreuer und Betreuerinnen zuhause bequem überwachen lassen.

Einem jetzt veröffentlichten Patentantrag zufolge soll der Smart-Teddy – alternativ der Smart-Hase – mit Sensoren und Motoren ausgestattet sein, die in der Polsterung verborgen und gleichzeitig durch sie geschützt sind. Das Plüschtier könnte mit Mikrofonen in den Ohren, Minikamera in den Augen und Lautsprecher an Stelle des Munds ausgestattet sein. Die kleinen Motoren sollen dazu dienen, die Pfoten zu bewegen.

Aber Google denkt auch schon weiter: Geplant ist auch ein “anthropomorpher Apparat, der die Form einer Puppe oder eines Spielzeugs annehmen könnte, und so konfiguriert ist, dass sich darüber ein oder mehrere Multimediageräte steuern lassen.”

Skizze aus Googls Patentantrag für ein vernetztes Plüschtier (Grafik: Google)
Skizze aus dem Patentantrag zum vernetzten Plüschtier (Grafik: Google)

Der vernetze Spielkamerad könnte mit dem Kind und anderen Hausbewohnern interagieren und über WLAN und Bluetooth zum Beispiel mit vernetzten Lampen oder Mediaplayern interagieren. Das wäre zum Beispiel praktisch, um das Licht in Räumen anzuschalten, die das Kind mit seinem Plüschtier im Arm betritt, Gute-Nacht-Musik abzuspielen oder Filme zu bestimmten Zeiten an- und später auch wieder abzuschalten.

Eine ebenfalls vorgesehene Gesichtserkennung soll dem Teddy 2.0 erlauben, die Haushaltsmitglieder zu erkennen und über Gesten mit ihnen zu kommunizieren – etwa durch Augenzwinkern, Winken mit den Pfoten oder Kopfschütteln. Ebenfalls denkbar wäre, dass für den Fall, dass ein fremdes Gesicht erkannt wird, ein Alarm oder zumindest eine Mitteilung ausgelöst wird.

[mit Material von Anne Confolant, ITespresso.fr]

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