Giada Technology bringt lüfterlosen Microserver GT200 auf den Markt

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Giada GT200 Microserver (Bild: Jehe Technolopgy)

In 11 mal 21 mal 17 Zentimeter packt der chinesische Hersteller den Rechner GT200. Er soll Aufgaben als File-, Web-, Mail- oder Print-Server übernehmen. Mit eingebauter RAID-Technik schützt er vor Datenverlust, Überwachungsfunktionen sollen Ausfällen vorbeugen. Das Gerät kommt dank externem Netzteil ohne Lüfter aus und ist dadurch besonders leise.

Jehe Technology aus Shenzen in China hat den Micro-Tower GT200 seiner Marke Giada auf den deutschen Markt gebracht. Der Hersteller will mit dem Entry-Level-Server vor allem kleine und mittlelgroße Unternehmen bedienen. Der Rechner ist 11 Zentimeter breit, 21,5 Zentimeter tief und 17 Zentimeter hoch und damit laut Anbieter einer der kleinsten Server auf dem Markt.

Giada GT200 Microserver (Bild: Jehe Technolopgy)

In ihm gibt der Prozessor Intel Celeron 1037U den Takt an: Die Dualcore-CPU läuft mit 1,8 GHz. Das bietet laut Hersteller im Vergleich zu marktüblichen 2-Bay-Servern mit Atom-CPUs eine weit höhere Rechenleistung. Die leistunsgaufnahme der CPU unter Volllast beträgt 17 Watt, der gesamte Rechner benötigt laut Hersteller maximal 40 Watt.

Das LAN ist angebunden über zwei integrierte Ethernet-Schnittstellen: Intel 210AT und Intel 82579LM liefern einen Netzwerkdurchsatz von bis zu einem GBit/s. Die Fehlerkorrektur von Intel soll die Anzahl der Datenpaketverluste minimieren. Der Server besitzt zwei SO-DIMM-Slots zum Einbau von Speicher mit bis zu 16 GByte; die Steckplätze unterstützen DDR3-RAM-Chips mit 1333 und 1600 MHz.

Ein auf m-SATA beruhender SSD-Port und zwei HDD-Schnittstellen, die RAID 0 und 1 zur Datensicherung verwenden, kümmern sich um den Austausch mit Speichermedien. Das m-SATA-Interface beherrscht eine Datenübertragungsrate via SATA 3.0 von bis zu 6 GBit/s. Die Einschübe nehmen 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten auf, der eingebaute Controller-Chip HM7 kümmert sich um die RAID-Sicherung und die Steuerung der Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Auch hier kommt SATA 3.0 zum Einsatz. Der GT200 verfügt über eine maximale Speicherkapazität von 8 TByte.

Um die Festplatten auszutauschen, muss lediglich der Deckel abgenommen werden, sie lassen sich dann dank spezieller Schlaufen einfach herausziehen (Bild: Jehe Technology).
Um die Festplatten auszutauschen, muss lediglich der Deckel abgenommen werden, sie lassen sich dann dank spezieller Schlaufen einfach herausziehen (Bild: Jehe Technology).

Am Chassis des GT200 hat der Hersteller an der Rückseite einen Reset-Knopf angebracht; die Anordnung soll helfen, unbeabsichtigte Neustarts zu vermeiden. Zum Austausch von Komponenten im Gehäuse wird kein Werkzeug benötigt. Die Festplatten lassen sich zum Beispiel austauschen, ohne das Gerät öffnen zu müssen. Das Netzteil hat Giada nicht eingebaut: Als externe Stromzufuhr erzeugt es keine Hitze im Server, der dadurch auch keine Lüfter benötigt.

Die eigene Überwachungstechnik “Jehe Active Hardware Control” (JAHC) kontrolliert im Hintergrund die Funktionsfähigkeit. Dazu zählt die Funktion “Auto Power On”, die den Server nach einer Unterbrechung der Stromzufuhr automatisch startet, sobald wieder Strom da ist, sowie die Möglichkeit, die den Rechner zu einem definierten Zeitpunkt automatisch hoch- oder herunterzufahren . Beides soll auch im Fall von Ausfällen einen weitgehenden 24-Stundenbetrieb ermöglichen und helfen, die Wartung zu automatisieren.

Das reine Server-Chassis kostet ohne Komponenten 288 Euro netto (342,72 Euro inklusive Mehrwertsteuer). Kunden können die im GT200 integrierten Komponenten selbst auswählen und sie von ihrem Händler einbauen lassen. Der Preis erhöht sich dann entsprechend.

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