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Telekom erweitert Angebot um Mobile Device Management für KMU

Smartphones und Tablets (Bild: Shutterstock/Georgejmclittle)
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Das Angebot “hosted MDM basic” wird zusammen mit den Technologiepartnern MobileIron und EBF erbracht. Es soll KMU erlauben, Mobilgeräte inklusive Apps in der Cloud zu verwalten. Die Daten bleiben in einem ISO-zertifizierten Rechenzentrum der Telekom in Deutschland. Die Kosten liegen pro Endgerät bei 3,45 Euro netto pro Monat.

Die Deutsche Telekom hat mit hosted MDM basic ein Angebot für Mobile Device Management vorgestellt, dass sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen richtet. Diese können es online über das Telekom-Kundenbestellcenter ordern. Abgerechnet wird hosted MDM basic monatlich über die Mobilfunkrechnung der Telekom. Pro Endgerät fällt ein Festpreis von 3,45 Euro netto an. Zur Einführung des Angebots lockt der Konzern bis zum 30. Juni mit einem Aktionsangebot, bei dem pro Gerät und Monat nur 2,95 Euro netto verlangt werden. Größeren Firmen bietet die Telekom das paket “hosted MDM professional” ab 2,65 Euro pro Endgerät an.

Für hosted MDM basic greift die Telekom auf Software des US-Anbieters MobileIron zurück. Sie läuft allerdings in einem Rechenzentren des Konzerns in Deutschland. Die Integration der Lösung in die IT-Umgebung der Kunden übernimmt das Kölner Unternehmen EBF, das in dem Bereich mit eigenen Angeboten Erfahrungen gesammelt hat. EBF kümmert sich im laufenden Betrieb dann auch um das Applikationsmanagement und den IT-Support.

Das Angebot ist für Mobilgeräte mit Android, iOS und Windows Phone geeignet. Auf ihnen lassen sich darüber Apps aus der Ferne installieren, deinstallieren und Updates aufspielen. Außerdem können darüber Passwörter gesetzt, gespeicherte Daten aus der Ferne gelöscht und die verwalteten Geräte bei Verlust oder Diebstahl gesperrt und lokalisiert werden. Firmen haben zudem die Möglichkeit, einen App-Store-Filter einzurichten.

“Die Benutzeroberfläche der Lösung haben wir speziell auf die Anforderungen kleinerer Mittelständler zugeschnitten. Über ein Webportal lassen sich Smartphones und Tablets schnell einbinden, inventarisieren und zentral steuern”, erklärt Günter Mayer, Director Operator Sales EMEA bei MobileIron.

Einer in diesen Tagen veröffentlichten Umfrage von Kaspersky (PDF) zufolge, setzen 62 Prozent der Geschäftsführer und Mitarbeiter in Unternehmen bei ihrer Arbeit private Smartphones und Tablets ein. Gerade im Mittelstand offenbart die Umfrage zudem eine bedenkliche Sorglosigkeit im Umgang mit den Mobilgeräten. Unter anderem sehen 32 Prozent der von Kaspersky Lab befragten kleinen Unternehmen beim Thema BYOD, also der Nutzung privater Geräte für die Arbeit, absolut keine Gefahr.


Die Telekom erklärt ihr MDM-Angebot auch in einem Video bei Youtube.

Mehr als 80 Prozent der von Kaspersky Lab befragten Kleinfirmen zeigten zudem kein Interesse an den zum Umfragezeitpunkt (Ende 2014) verfügbaren Konzepten zur Verwaltung von Informationssicherheit für mobile Geräte. Ein erheblicher Teil der Befragten hält kostenlos verfügbare Lösungen für ausreichend. Andererseits sind die Mitarbeiter der Ansicht, dass Arbeitgeber für die Sicherheit auch im Zusammenhang mit dem Einsatz privater Mobilgeräte verantwortlich sind. Dafür legt ihnen Kaspersky sein Software-Paket Small Office Security nahe.

Zusätzlich lässt sich aber eben auch das neue Telekom-Angebot in Erwägung ziehen. Gerade für KMU sind die etablierten Offerten, sowohl für das Enterprise Mobility Management (EMM) als auch das eingeschränktere Mobile Device Management (MDM) in der Regel zu mächtig, zu komplex, zu aufwändig in der Verwaltung und meist auch zu teuer. Außerdem haben auch KMU – zumindest bei US-Anbietern – oft Bauchschmerzen wegen ungeklärter Fragen im Zusammenhang mit dem Datenschutz. Von den europäischen Anbietern eignen sich funktionell und preislich am ehesten die Angebote von 7Principles und Cortado für diese Nutzergruppe.

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SicherKMU

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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