Microsoft plant bei Windows 10 Upgrade-Angebot für Nutzer illegaler Windows-Kopien

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Windows 10 Logo (Grafik: Microsoft)

Terry Myerson, Chef von Microsofts Operating System Group, hat das in einem Blogeintrag angekündigt. Allerdings werden sie das neue Betriebssystem nur mit Einschränkungn nutzen können. Und Myerson hat diesmal klar gestellt, dass illegale Kopien älterer Versionen des Betriebssyystems dadurch nicht legal werden.

Microsoft will Nutzer nicht korrekt lizenzierter Kopien seines Betriebssystems mit einem “sehr attraktiven Upgrade-Angebot” einen Anreiz zum Kauf einer korrekten Lizenz von Windows 10 bieten. Das hat jetzt Terry Myerson, Chef von Microsofts Operating System Group angekündigt. Details will der Konzern ihm zufolge demnächst über seine OEM-Partner bekanntgeben.

Nach dem Upgrade auf Windows 10 soll Anwender, die ein älteres Gerät ohne Original-Windows besitzen, ein Wasserzeichen auf ihrem Desktop angezeigt werden, das auf den ungeklärten Lizenzstatus hinweist. Das neue Microsoft-Betriebssystem könnten sie zwar weiterhin, aber nur mit Einschränkungen ausführen. Welche das genau sind, hat das Unternehmen noch nicht öffentlich gemacht.

Microsoft-Manager Terry Myerson (Bild: Nate Ralph/CNET)
Microsoft-Manager Terry Myerson (Bild: Nate Ralph/CNET)

Myerson hat erneut ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Umstieg auf Windows 10 nur dann eine gültige Lizenz für das Betriebssystem mit sich bringt, wenn die alte Windows-Version – also Windows 7 oder 8.1 – bereits korrekt lizenziert war. Er rät allen Nutzern, die nach einem Upgrade das Wasserzeichen auf einem neu gekauften Gerät sehen, es unverzüglich an den Händler zurückzugeben, bei dem sie es erworben haben, und von diesem eine Original-Windows-Lizenz einzufordern.

In der vergangenen Woche hatte Microsoft klargestellt, dass die Teilnahme am Insider-Programm keine Möglichkeit ist, kostenlos an eine Windows-10-Lizenz zu kommen. Das Unternehmen setzt nach der Veröffentlichung der Final von Windows 10 zwar das Testprogramm fort, für das Upgrade auf Windows 10 RTM benötigen aber auch “Windows Insider” einen gültigen Lizenzschlüssel für Windows 7 oder Windows 8.1. Ob und wie sich ein Rechner mit der Insider Preview von Windows 10 in ein produktives System umwandeln lässt, ist derzeit noch unklar.

Microsoft hatte Ende Januar angekündigt, dass Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 die nächste Version des Betriebssystems kostenlos bekommen. Allerdings gilt das Angebot nur binnen eines Jahres nach der Markteinführung von Windows 10. Volumenlizenz- und Enterprise-Kunden profitieren von dem Angebot außerdem nicht.

Vor zwei Monaten hatte Myerson dann mit der Aussage für Verwirrung gesorgt, Microsoft werde alle qualifizierten PCs auf Windows 10 upgraden, unabhängig davon, “ob sie die Echtheitsprüfung bestehen oder nicht”.

Kurz darauf nahm ein Microsoft-Sprecher diese Aussage gegenüber dem ZDNet USA zumindest teilweise wieder zurück. “Auch wenn nicht originale PCs möglicherweise in der Lage sein werden, ein Upgrade auf Windows 10 zu erhalten, wird das Upgrade den Echtheitsstatus der Lizenz nicht ändern. Wenn ein Gerät vor dem Upgrade als nicht original oder falsch lizenziert eingestuft wurde, wird das Gerät auch nach dem Upgrade weiterhin als nicht original oder falsch lizenziert angesehen.”

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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