Intel präsentiert Server-Prozessorreihe Xeon E7 v3

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Server-Prozessor Xeon-E7 v3 (Bild: Intel)

Zunächst beinhaltet die Serie zwölf Modelle, die gegenüber der Vorgängergeneration eine signifikant höhere Leistung bieten sollen. Bei einer Abnahmemenge von 1000 Stück kosten sie zwischen 1224 und 7175 Dollar. Zu den geplanten Einsatzbereichen zählen Big-Data-, In-Memory- sowie Cloud-Umgebungen.

Intel hat die nächste Generation seiner Server-Prozessorreihe Xeon E7 vorgestellt. Die Produktfamilie E7-8800/4800 v3 umfasst zunächst zwölf Modelle und ist für Anwendungen wie Echtzeitanalyse, In-Memory-Computing oder Big Data gedacht. Obwohl wenn die Preise zwischen 1224 und 7175 Dollar bei einer Abnahme von 1000 Stück liegen, sollen sie gegenüber der Vorgängergeneration ein zehnmal besseres Verhältnis von Leistungsfähigkeit pro Dollar offerieren.

intel_xeon-e7-v3 (Bild: Intel)
Intel Xeon E7 v3 (Bild: Intel)

Die neuen Xeon-Chips liefern Intel zufolge unter anderem aufgrund von bis zu 18 Rechenkernen und 45 MByte Last-Level-Cache durchschnittlich 40 Prozent mehr Leistung gegenüber den mit maximal 15 Rechenkernen ausgestatteten v2-Modellen. Hinsichtlich der Performance für In-Memory-Workloads garantiert der Anbieter gar eine Steigerung um das Sechsfache. Dafür sind unter anderem Transactional Synchronization Extentions (Intel TSX) zuständig, die x86-Befehlssätze mit Hardware-Transaktionsspeicherunterstützung ergänzen, um die Ausführung von Multi-Threading-Software (mehrfädiger Software) auf Mehrkernprozessoren zu beschleunigen.

Die v3-Prozessoren unterstützen Konfigurationen mit bis zu 32 Sockeln sowie 1,5 TByte Arbeitsspeicher je Sockel. Damit offerieren sie laut Anbieter die branchenweit größte Speicherkapazität pro Sockel. Ein 8-Sockel-System kann also etwa bis zu 12 TByte DDR3- oder DDR4-RAM adressieren. Gerade bei In-Memory- oder Cloud-Anwendungen spielt die Arbeitsspeichergröße nämlich eine wichtige Rolle.

Auch bei den sogenannten RAS-Funktionen (Reliability, Availability, Serviceability) legt Intel nach. Eine verbesserte Mikroarchitektur sowie Neuerungen bei der Intel Run Sure Technology sollen 99,999 Prozent Verfügbarkeit bei unternehmenskritischen Anwendungen gewährleisten.

Zur unmittelbaren Markteinführung des Xeon E7 v3 nennt Intel 17 Hersteller, die Systeme mit dem neuen Server-Prozessor offerieren: Bull, Cisco, Dell, Fujitsu, Hitachi, HP, Huawei, Inspur, Lenovo, NEC, Oracle, PowerLeader, Quanta, SGI, Sugon, Supermicro sowie ZTE.

“In der digitalen Wirtschaft kann der Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen davon abhängen, wie schnell sie umfangreiche Daten auswerten und die Erkenntnisse in geschäftliche Entscheidungen umsetzen”, erklärt Diane Bryant, Senior Vice President und General Manager der Intel Data Center Group. “Da die Intel-Xeon-E7-v3-Prozessorfamilie sehr hohe Leistung für die Echtzeitanalyse von Daten liefert, können Unternehmen die Zufriedenheit der Kunden durch stärker personalisierte Produkte und Dienstleistungen deutlich optimieren, neue Einnahmequellen erschließen und Geschäftsprozesse effizienter gestalten.”

Nach einem Jahr der Zusammenarbeit mit dem Hadoop-Spezialisten Cloudera hat Intel auch weitere Einzelheiten der Kooperation sowie Produktverbesserungen angekündigt. Vor rund einem Jahr investierte das Unternehmen 740 Millionen Dollar in das Start-up. Seither veröffentlichte Cloudera insgesamt vier Versionen der Hadoop-Lösung. Im Zuge der Partnerschaft integrierte der Prozessorhersteller auch seine “Intel Distribution for Apache Hadoop” in Cloudera und stimmte die Lösung damit auf seine CPUs ab.

Basierend auf einigen neuen Funktionen der jüngsten Intel-Xeon-Prozessoren wird die kommende Version vorwiegend die Leistung von Verschlüsselungstechnologien verbessern. Cloudera spricht von einer 2,5-fachen Leistungssteigerung bei Off-Loads, die aufgrund der inzwischen integrierten Intel Advanced Encryption Standard New Instructions (Intel AES-NI) zustande kommt. Je nach Workload soll damit die Verschlüsselung ganzer Hadoop-Datensätze mit nur 1 bis 4 Prozent der Systemleistung möglich sein. Das erlaube auch, mehrere Hadoop-Jobs gleichzeitig auf einem System laufen zu lassen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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