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Cisco: CEO John Chambers tritt nach 20 Jahren als CEO zurück

John T. Chambers während seiner Keynote auf der Cisco Expo 2008 in Berlin (Bild: Cisco/ Bernd Lammel).
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Er bleibt dem Unternehmen jedoch als Leiter des Verwaltungsrates erhalten. Seine Nachfolge tritt Chuck Robbins an. Er ist bereits seit 17 Jahren in dem Unternehmen. Zuletzt war Robbins Vice President of Worldwide Operations.

Cisco hat einen Wechsel an der Spitze des Unternehmens bekannt gegeben. Chuck Robbins, bislang als Senior Vice President weltweit für Sales und Partner verantwortlich, wird zum 26. Juli den CEO-Posten von John Chambers übernehmen. Zudem wird Robbins mit Wirkung zum 1. Mai in das Cisco-Board gewählt. Chambers übernimmt Ende Juli den Posten des Executive Chairman und wird zudem Verwaltungsratsvorsitzender.

Chuck Robbins, seit 1997 bei Cisco, folgt auf John Chambers nach (Bild: Cisco)
Chuck Robbins, seit 1997 bei Cisco, tritt die Nachfolge von John Chambers an (Bild: Cisco).

Ähnlich wie Chambers ist auch Robbins stark mit Cisco verbunden. Er ist bereits seit 1997 bei Cisco. Er war maßgeblich am Aufbau des Partnerprogramms beteiligt, über das aktuell mehr als 40 Milliarden Umsatz erwirtschaftet werden. Auch das Business-Segment, das inzwischen rund ein Viertel des gesamten Umsatzes ausmache, sei von ihm maßgeblich mitgestaltet worden. Die Bereiche Collaboration und Sicherheit hat er ebenfalls als Manager begleitet.

John Chambers war 20 Jahre lang CEO von Cisco Systems (Bild: Cisco)
John Chambers war 20 Jahre lang CEO von Cisco Systems (Bild: Cisco).

Chambers ist seit 1995 an der Spitze von Cisco Systems. Unter seiner Führung wuchs der Jahresumsatz des Unternehmens von 1,2 Milliarden Dollar auf derzeit knapp 48 Milliarden Dollar an. Eine seiner Spezialitäten war das Wachstum durch die Übernahme von Firmen. Allein in den ersten zehn Jahren seiner Amtszeit als CEO waren das über 80. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Übernahmen pro Jahr dann bei durchschnittlich etwa sechs.

Dazu gehörten viele kleinere, der breiten Öffentlichkeit unbekannte Unternehmen an deren Technologie Cisco interessiert war, aber auch größere, wie zum Beispiel 1999 mit Aironet ein WLAN-Pionier, Security-Spezialist Ironport 2007, Webkonferenzanbieter Webex ebenfalls 2007, Videokonferenzspezialist Tandberg 2010.

Während die meisten davon erfolgreich in das Unternehmen integriert wurden und deren Technologien in die Cisco-Produkte einflossen oder das Portfolio erweiterten, gab es auch einige spektakuläre Fehlschläge. So konnte etwas der Heimnetzwerkanbieter Linksys, der im März 2003 erworben wurde, nie richtig verdaut werden und wurde 2013 wieder an Belkin verkauft.

John T. Chambers während seiner Keynote auf der Cisco Expo 2008 in Berlin (Bild: Cisco/ Bernd Lammel).
John T. Chambers während seiner Keynote auf der Cisco Expo 2008 in Berlin (Bild: Cisco/ Bernd Lammel).

Auch ein weiterer Ausflug ins Consumer-Segment, die Übernahme des Kameraspezialisten Flip 2009 für 950 Millionen Dollar, endete unspektakulär: Die Produkte wurden nach einer Weile einfach eingestellt – was viele Fans bedauerten. Allerdings überlebt die Technologie in den Videokonferenzsystemen des Konzerns – was die Fans der Kamera jedoch auch nicht tröstet.

Zum Ende seiner Amtszeit hat Cisco seinem langjährigen CEO ein hervorragendes "Zeugnis" ausgestellt (Grafik: Cisco).
Zum Ende seiner Amtszeit hat Cisco seinem langjährigen CEO ein hervorragendes “Zeugnis” ausgestellt (Grafik: Cisco).

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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