Aufregung um erstes #Dronie von Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy

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Sarkozy #Dronie (Screenshot: ITespresso bei Youtube)

Der Politiker nutzte die Gelegenheit zu der Aufnahme beim Besuch eines Technologiezentrums in der Nähe von Nizza. Den Begriff #Dronie prägte sein Parteikollege Christian Estrosi, dem er mit dem Besuch beim Wahlkampfauftakt zur Seite sprang. Pikant: Die Nutzung von Drohnen ist in Frankreich in Städten verboten und besonders die Sarkozy-Partei UMP fordert strengere Strafen.

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat sich bei einem Besuch des Start-up-Inkubators CEEI in der Nähe von Nizza von einer mit Kamera ausgerüsteten Drohne ablichten lassen. Sein Parteifreund Christian Estrosi, dem Sarkozy mit diesem Besuch zum Wahlkampfauftakt der Regionalwahlen etwas Aufmerksamkeit in den Medien verschaffen wollte, nutzte die Gelegenheit und wies bei Twitter mit dem Hashtag #Dronie auf das Ereignis hin – ein Begriff, denn der Ex-Präsident dann in seinem Twitter-Account gerne aufnahm.

#Dronie-Tweet von Christian Estrosi (Screenshot: ITespresso)

Die Wortschöpfung sorgt in der vergangen Woche in den französischen Medien für einige Aufregung. Kritik oder Spott gab es zum Beispiel, weil die Beteiligten – wie auch ein Youtube-Video zeigt -, noch etwas linkisch im Umgang mit dem zumindest für sie neuen Format waren: Eingefrorenes Lächeln, Strammstehen und Stillhalten wie bei einem Foto nehmen sich auf dem Video etwas seltsam aus. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Praxis, dass sich Personen mit einer Drohne selbst aufnehmen, nun nicht vollkommen neu ist. Immerhin war aber der Begriff dafür doch recht originell gewählt und Estrosi hatte auch ausdrücklich vom “ersten Präsidenten-Dronie” gesprochen.

#Dronie-Tweet von Nicolas Sarkozy (Screenshot: ITespresso)

Auf einen anderen Aspekt hat zudem Le Monde in seinem Technik-Blog hingewiesen. Demnach ist es in Frankreich nämlich grundsätzlich untersagt, innerhalb von bebautem, städtischem Gebiet Drohnen aufsteigen zu lassen. Ob der Eingangsbereich des Inkubators nun dazu zählt oder nicht, kann sicherlich diskutiert werden.

Falls dem so sein sollte, sieht das Gesetz allerdings eine Strafe von bis zu 75.000 Euro vor – was dann auch für Ex-Präsidenten nicht gerade ein Taschengeld ist. Noch pikanter wird die ganze Geschichte allerdings dadurch, dass insbesondere Parlamentarier der UMP, also der Partei, der auch Sarkozy und Estrosi angehören, das Gesetz sogar noch verschärfen wollen.


Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy bei seinem ersten #Dronie.

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