Windows 10: Transparenzeffekt Aero Glass feiert Comeback

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Windows 10 Logo (Grafik: Microsoft)

Er steht im Build 10074 von Windows 10 zunächst rund der Hälfte der Tester zur Verfügung. Die Funktion war erstmals in Windows Vista vorhanden, wurde aber für Windows 8 wieder aus dem Betriebssystem entfernt. In der aktuellen Windows-10-Preview lassen sich zudem Desktop-Anwendungen wieder über das Startmenü aufrufen.

Im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz Build 2015 hat Microsoft mit Build 10074 auch eine neue Preview von Windows 10 zum Download freigegeben. Sie bringt unter anderem die von Windows Vista als Aero Glass bekannten Transparenzeffekte zurück. Bei Windows 8 hatte Microsoft auf sie verzichtet. Build 10074 wird ab sofort über sowohl über den “Fast Ring” als auch den “Slow Ring” an Tester verteilt. Da für Build 9841, 9860 und 9879 der Technical Preview heute das Ablaufdatum erreicht ist, sollten Nutzer, die das Betriebssystem weiterhin ausprobieren wollen, dies umgehend aktualisieren.

Allerdings steht Aero Glass nicht allen Windows-Testern zur Verfügung. Nach Unternehmensangaben soll vorerst nur die Hälfte der Nutzer die Transparenzeffekte hinter dem Startmenü und der Taskleiste erhalten. Die andere Hälfte sieht nur einen Effekt, der an eisbeschlagenes Glas erinnern soll.

Die neue Version beseitigt auch einen ärgerlichen Fehler in Build 10061: Desktop-Anwendungen müssen nicht mehr zuerst an die Taskleiste angeheftet werden, sondern können nun wieder vom Startmenü aus aufgerufen werden.

Laut Microsoft wurde auch die Obefläche des Startmenüs von Windows 10 sowie des Sprachassistenten Cortana überarbeitet. Letzterer bietet jetzt zudem neue Funktionen. Beispielsweise können Nutzer nach Wetterdaten und Aktienkursen fragen. Auch die Funktion Continuum wurde verbessert. Sie soll auf Hybridgeräten den einfachen Wechsel zwischen Touch- und klassischer Bedienung per Maus und Tastatur erlauben.

Schließlich hat Microsoft auch das Wasserzeichen in der rechten unteren Bildschirmecke verändert, das den aktuellen Build anzeigt. Die Vorabversion wird darin nun nicht mehr als Technical Preview, sondern als Insider Preview bezeichnet. Das könnte darauf hindeuten, dass Windows 10 tatsächlich, wie von AMD-Chefin Lisa Su kürzlich versehentlich verraten, schon Ende Juli auf den Markt kommt.

Build 10061 von Windows 10 hatte Microsoft vor einer Woche verfügbar gemacht, allerdings nur für Tester im Windows-Insider-Programm, die die schnelle Verteilung neuer Versionen (“Fast ring”) ausgewählt haben. Die neue Version kann ab sofort über Windows Update heruntergeladen werden. Auf seiner Website stellt Microsoft für eine Neuinstallation auf einem physischen System oder in einer virtuellen Maschine auch ein ISO-Abbild zur Verfügung.


In einem Video erklärt Microsoft-Manager Joe Belfiore die Funktionsweise von “Continuum” für Smartphones.


[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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