Browser: Edge wird Nachfolger des Internet Explorers

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Microsoft Browser Edge (Screenshot: ITespresso bei Youtube)

Edge – bisher als Spartan bezeichnet – basiert in Teilen auf Chrome und nutzt die von Microsoft entwickelte JavaScript-Engine Chakra. Eine Partnerschaft mit Adobe soll Formatierung und Cascading Style Sheets (CSS) verbessern. Der neue Name für den Browser – Edge – wurde bisher schon als Bezeichnung für die Rendering-Engine verwendet.

Am ersten Tag seiner Entwicklerkonferenz Build hat Microsoft in San Francisco auch den Namen für den Nachfolger des Internet Explorers bekannt gegeben. Der bisher als Spartan bezeichnete Windows-10-Browser heißt nun offiziell Edge. Damit greift Microsoft einen Teil der Browserkennung auf. Mit Edge wird die interne Layout-Engine des neuen Browsers bezeichnet. Dieser basiert in Teilen auf Chrome und enthält die von Microsoft entwickelte JavaScript-Engine Chakra.

Bei der Vorstellung des “Project Spartan” hatte Microsoft mitgeteilt, dass der neue Browser auch Erweiterungen unterstützen wird. In den bisherigen Test-Versionen von Windows 10 war das allerdinsg noch nicht umgesetzt.

Der Blick in die offizielle Browserkennung zeigt, dass Spartan gleich mehrere Väter hat. Dass dort Mozilla auftaucht, ist nicht verwunderlich, da Technologien des Open-Source-Browsers bereits im Internet Explorer steckten. Neu sind bei Spartan aber AppleWebKit 537.36, Chrome 39.0..2171.71 und Safari 537.36. Zusätzlich findet sich dort noch der Hinweis auf die mit Edge bezeichnete Rendering-Engine, die die bisherige Variante Trident des Internet Explorers ablöst.

Microsoft nutzt Teile der unter Open-Source entwickelten Browser WebKit und Chrome weil beide bei der Verarbeitung von JavaScript die Nase vorn haben. Der Internet Explorer hatte in den vergangenen Jahren zwar Boden gut gemacht, die JavaScript-Leistung der Wettbewerer erreicht er aber nicht.

Auch an anderer stelle ist Microsoft für Hilfe von Außen offen: Eine Partnerschaft mit Adobe soll dafür sorgen, dass Formatierung und Cascading Style Sheets (CSS) des neuen Browser aktuellen Ansprüchen genügen. Edge wird Grafiken dadurch unter anderem in unterschiedlicher Weise überlappend anzeigen können. Weitere Funktionen sind laut Microsoft geplant.

Für Adobe bietet die Partnerschaft benfalls Vorteile. Das von Adobe entwickelte Flash ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Für Android und iOS gibt es keinen Flash Player, und auf Desktops wird er aufgrund der zahlreichen Schwachstellen zunehmend als Gefahr gesehen. Daher setzt Adobe zunehmend auf Webstandards. Sofern es seine Entwicklungen für alle großen Browser einschließlich der Microsoft-Software umsetzen kann, stärkt das seine Position und würde damit auch eine bessere Grundlage für seine kostenpflichtigen Angebote schaffen.


Microsofts offizielles Video zur Vorstellung des Browsers Edge.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

Tipp der Redaktion: Zusammen mit Windows 10 wird Microsoft auch den neuen Browser Edge ausliefern. Die Kollegen der ITespresso-Schwestersite ZDNet haben den neuen Browser in Verbindung mit der Preview-Version von Windows 10 Build 10049 bereits auf Herz und Nieren geprüft. Ihre Eindrücke haben Sie hier zusammengefasst.

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