Crowdfunding für VPN-Router Shellfire Box gut angelaufen

Start-UpUnternehmen
Shellfire Box (Bild: Shellfire)

Das deutsche Projekt hat sein Funding-Ziel von 25.000 Euro bereits weit übertroffen. Innerhalb weniger Tage bekamen die Macher des Mini-VPN-Routers über 54.000 Dollar von mehr als 500 Unterstützern. Besonderheit der Shellfire Box: Sie schützt ab dem Einstecken eines Rechners.

Das deutsche Start-up Shellfire hat das Finanzierungsziel von 25.000 Dollar für seinen VPN-Router Shellfire Box schon wenige Tage nach dem Start der Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo erreicht. Sie läuft noch bis Anfang Juni. Die Shellfire Box ist ein kleiner Router, der es Nutzern ermöglicht, alle ihre Geräte gleichzeitig nach dem Plug-and-play-Prinzip mit dem weltweiten VPN-Netzwerk des Anbieters zu verbinden.

Shellfire Software (Bild: Shellfire)
Bereits als Software erhältlich ist das Shellfire VPN, das Netzverbindungen verschlüsselt und Ländercodes verändern kann (Bild: Shellfire).

Ursprünglich wurde das von Max Behr und Florian Gattung entwickelt, um weltweites Spielen von Games wie World of Warcraft und Counterstrike über sichere und ungestörte Verbindungen zu ermöglichen. Daraus entstanden die Programme Teamspeak und der Shellfire-Server sowie ein weltweit verteiltes Virtual Private Network, dessen Nutzung über Abos angeboten wird. Nun bringen die Entwickler ihre Logik in einer Hardware unter. Die muss lediglich angesteckt werden, um die Software und das virtuelle Netz für Geräte mit Windows, Mac OS X und Android bereitzustellen.

Die VPN-Verbindung verschlüsselt dann alle Daten automatisch. Außerdem kann durch die Nutzung von Servern im Ausland die lokale Internetzensur oder -Sperrung, etwa von ländereingeschränkten Angeboten, überwunden werden. Eine ähnliche Funktion bietet zwar zum Beispiel schon das Steganos Online Shield VPN, dieses erreicht aber nicht die optimierte Geschwindigkeit der Hardware-Lösung Shellfire Box.

Insbesondere die Verbindung mit dem VPN soll durch die Hardware viel schneller aufgenommen werden, als mit reiner Software. Eine kostenlose Version steht dennoch im Netz zum Download bereit. Deren Nutzung für das geschützte Surfen ist kostenfrei, die Premium-Version für 3,95 Euro im Monat und die beschleunigte Variante Premium Plus mit noch mehr Verschlüsselungsmöglichkeiten für 7,95 Euro monatlich zeigen vorab, was die Hardware-Variante dann etwas schneller und einfacher abliefern soll.

In der Box befinden sich ein System-On-Chip (Mediatek MT7620n), eine CPU mit 580 MHz Takt, 64 MByte DDR-RAM, zwei Ethernet-Schnittstellen mit jeweils 10 MBit/s, der Ethernet-Chip Mediatek MT7530, die Switch-Logik Mediatek MT7530, der Drahtlos-Chip Mediatek RT5390 sowie zwei Antennen für 2,4-GHz-Verbindungen nach den WLAN-Standards 802.11 b, g und n.

Im fertigen Produkt sind bereits Ein- oder Zweijahresabos der VPN-Dienstleistung enthalten. Viele der für frühe Investoren versprochenen “Perks” wie Vorabexemplare des Geräts sind bereits ausverkauft. Für 219 Dollar Beteiligung soll es ab August 2015 ein lebenslanges Nutzungsrecht des VPN-Dienstes zusammen mit dem Produkt geben, für 99 Dollar gibt es schon ab Juli einen Zweijahres-Deal. Wer nur 59 Dollar investiert, bekommt die Hardware versandkostenfrei geliefert, muss dann aber noch das VPN-Abo bestellen.

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