Start-up Feelix stellt gleichnamige App zur Verwaltung privater Finanzen vor

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Feelix Finanz-App (Bild: Feelix GmbH)

Der Anbieter der Online- und Mobilanwendung verspricht eine Übersicht über Kreditverträge, Geldanlagen und Versicherungen. Eine zusätzliche kostenlose Finanzberatung rund um die Uhr wird durch Servicegebühren finanziert, die Banken und Versicherungen an den Betreiber zahlen.

Das Berliner Start-up Feelix hat unter gleichem Namen eine App für das “Personal Financial Management” auf den Markt gebracht. Sie soll helfen, Versicherungsbeiträge und Abschlussgebühren einzusparen, auf Steuervorteile hinweisen und direkten Zugriff auf die Vertragsverwaltung mehrerer Finanzunternehmen bieten. Die App soll den Umgang mit den eigenen Finanzen benutzerfreundlich gestalten,. Sind die Infos erst einmal in Feelix, erhält der Nutzer Zugriff auf Leistungen der Versicherer und Geldinstitute.

Feelix Expertenvermittlung (Bild: Feelix GmbH)
Die App Feelix vermittelt Experten; von ihnen kann der Nutzer eine zweite Meinung zu Verträgen einholen (Bild: Feelix GmbH).

Dafür ist zunächst einmal die Eingabe der Finanzdaten erforderlich: Infromationen zu Versicherungen, Geldanlagen, Kreditverträgen und Immobilien wandern so SSL-verschlüsselt in eine Datenbank auf den Servern des Betreibers. Damit dies einfacher ist, genügt der Upload der gescannten Verträge: “Fotografieren Sie einfach Ihren Vertrag und wir übernehmen für Sie die Erfassung der restlichen Details”, verspricht das Feelix-Team.

Der Service hat über Schnittstellen Zugriff auf persönliche Daten bei Produktanbietern wie Allianz, HDI und Ebase. Verbraucher bekommen deshalb auch per App Zugriff auf ihre aktuellen Vertragsdaten und Dokumente direkt bei den Finanzinstituten. Damit lassen sich Tätigkeiten wie Schadensfallbearbeitung, Adress- oder Bankverbindungsänderung bis zur Vertragskündigung mit einer App bei verschiedenen Vertragspartnern erledigen.

Die App selbst ist für Verbraucher kostenfrei. Auch der Support für die hinterlegten Verträge kostet nichts. Haben Nutzer zusätzliche Fragen, die über das Angebot hinausgehen, bietet die Anwendung eine Suchfunktion für “unabhängige und bewertete Experten”.

Feelix finanziert sich aus einer Serviceprämie der vertretenen Produktanbieter. Dadurch entstehen Nutzer keine zusätzlichen Kosten, denn die Feelix GmbH wird für die digitale Verwaltung der Verträge bezahlt. Dadurch sei man auch nicht darauf angewiesen, neue Kontrakte abzuschließen, erklärt das Unternehmen.

Doch eine “Preisliste” hat der Betreiber trotzdem: Je nachdem, wie viele Verträge Anwneder mit Feelix verwalten, können sie mehr oder weniger der kostenlosen Services verwenden. Bei nur einem bis drei Finanzverträgen sind zwei Supportanfragen im Jahr enthalten, bei vier sind es schon vier und bei mehr als sechs Finanzverträgen dürfen sie sechsmal im Jahr um Unterstützung bitten. Bei dieser Vertragsmenge fallen auch keine Abschlussgebühren an. Stecken weniger Verträge im Feelix-System, sind diese Summen bei Vertragsänderungen aber fällig. Eine “zweite Meinung” zu Verträgen bei einem Experten darf der User beliebig oft einholen.

Zudem erhalten Nutzer mindestens einmal jährlich eine automatische Statusbenachrichtigung pro Vertrag und Informationen über Preis- und Leistungsverbesserungen. Schließt der Kunde auf Basis dieser Empfehlung einen neuen oder veränderten Vertrag ab, bekommt Feelix- auch einen Anteil der Provision des vermittelten Finanzmaklers, erklärt Geschäftsführer Thilo Hammer: “Wir selber bieten wegen der rechtlichen Risiken des Verkaufs nur den Service an”. Und da das Geschäft mit den Service-Zahlungen eher langfristig angelegt ist, habe man auch auf das meist kurzfristig orientierte Venture Capital verzichtet. “Aber bei den lokalen Fördermitteln sind wir schon dabei”, berichtet er.

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