Firefox für iOS steht angeblich in den Startlöchern

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Firefox (Bild: Mozilla)

Das lässt sich aus einer Stellenanzeige für einen Marketingmanager herauslesen. Mozilla sucht zudem einen Produktmanager sowie einen Softwareentwickler für Firefox für iOS. Seine Haltung, aufgrun der Einschränungen durch das Betriebssystem grundsätzlich keinen Browser für iOS anzubieten, hatte Mozilla im Dezember aufgegeben.

Offenbar will Mozilla in Kürze eine Version seines Browsers für Apples iPhone und iPad herausbringen. Den Hinweis hat Computerworld in einer Stellenanzeige entdeckt, mit der Mozilla einen Mitarbeiter für das Marketing einer “Firefox-Anwendung für iOS, die schon bald eintreffen wird”, sucht.

firefox-logo (Bild: Mozilla)

Laut dem Bericht deuten jedoch auch andere Job-Angebote von Mozilla auf den bevorstehenden Start von Firefox für iOS hin. Für die neue Browserversion sucht Mozilla demzufolge auch noch einen “Senior Product Manager” sowie einen “Software Engineer”.

Eigentlich wollte Mozilla keine iOS-Variante von Firefox entwickeln. Grund dafür waren die Einschränkungen, die Apple für Browser unter iOS vorsieht. So dürfen sie keine eigene Rendering-Engine enthalten und sind damit praktisch auf eine neue Oberfläche für die von Apple bereitgestellte Browsertechnik limitiert.

Im Dezember 2014 nahm Mozilla diese Entscheidung dann allerdings zurück und kündigte eine Version seines Browsers für Apples Mobilbetriebssystem an. “Wir müssen da sein, wo unsere Nutzer sind”, begründete Lukas Blakk, Firefox Release Manager bei Mozilla, diese Maßnahme damals. “Also werden wir Firefox auf iOS bringen.”

Zu diesem Zeitpunkt stand die Entwicklung jedoch noch am Anfang. “Wir sind in einer frühen Experimentierphase mit etwas, das es iOS-Nutzern erlaubt, sich für ein Firefox-artiges Nutzererlebnis zu entscheiden”, erklärte Mozilla Anfang Dezember 2014. Einen Zeitplan für die Veröffentlichung des Browsers gab es nicht bekannt.

Mit der Formulierung “Firefox-artiges Nutzererlebnis” weist Mozilla laut Computerworld bewusst darauf hin, dass es seine eigene JavaScript- und Rendering-Engine unter iOS nicht einsetzen darf. Das werde auch durch das auf Github erhältliche Repository für Firefox für iOS bestätigt.

Den Statistiken der Marktforscher zufolge muss Firefox im Desktopbereich seit Monaten konstant Verluste bei der Zahl der Nutzer hinnehmen. Laut Net Applications reduzierte sich der Anteil des Mozilla-Browsers zwischen Mai 2014 und März 2015 um nahezu fünf Punkte auf 11,89 Prozent. Wachstumspotenzial besteht für Mozilla allerdings im Mobilbereich, da Firefox dort bislang nur auf Android präsent ist. Über alle Mobilplattformen hinweg erzielte Firefox im März lediglich einen Anteil von 0,66 Prozent.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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