Telekom schreibt internationalen Wettbewerb für M2M-Business-Lösungen aus

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M2M (Bild: Shutterstock/nito)

Im Rahmen des “Business-Wall of Fame” genannten Wettbewerbs sind Entwickler aus acht Ländern zur Teilnahme aufgerufen – darunter auch Deutschland und Österreich. Als Hauptpreis ist die Aufnahme ins Telekom-Partnerprogramm eine nationale Werbekampagne im Wert von 30.000 Euro ausgelobt.

Die Deutsche Telekom hat erneut zu ihrem “Business-Wall of Fame” genannten internationalen Entwicklerwettbewerb aufgerufen. Sie sucht damit nach Ideen und Produkten im Bereich M2M und Internet der Dinge. Der Wettbewerb ist auch dieses Jahr wieder länderübergreifend. Teilnehmen können Entwickler aus Deutschland, Österreich, Kroatien, Griechenland, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Mazedonien.

Beispiel für eine von der Telekom mit vermarktete M2M-Lösung: Der "mykeeper" von Tierchip Dasmann und dem Telekom IT-Partner Akquinet ortet Tiere europaweit (Bild: Deutsche Telekom).
Beispiel für eine bereits jetzt von der Telekom mit vermarktete M2M-Lösung: Der “mykeeper” von Tierchip Dasmann und dem Telekom IT-Partner Akquinet ortet Tiere europaweit (Bild: Deutsche Telekom).

Sie müssen sich dazu bis 25. Mai auf der Webseite www.wallofbusiness.de bewerben und ihren Vorschlag bei den jeweiligen Landeswettbewerben einreichen. Prämien sind jeweils für die beste Lösung pro Land sowie einmal für die beste internationale Lösung ausgelobt. Erster erhaltene eine Werbekampagne in Höhe von 30.000 Euro und den Status als Partner der Deutschen Telekom. Die beste internationale Lösung wird von der Deutschen Telekom dann in den acht Ländern des Wettbewerbs vermarktet.

Welches die “beste Lösung” ist, entscheidet sich per Abstimmung auf der Website. Die findet zwischen dem 11. Mai und dem 22. Juni statt. Teilnehmen können daran Mitarbeiter von Unternehmen jeglicher Größe. Zusätzlich haben Firmen die Möglichkeit, die von ihnen bevorzugte Lösung intensiver zu unterstützen. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich registrieren und beschreiben, welche Vorteile sie sich von dem Angebot versprechen. Als Anreiz dafür lobt die Telekom ebenfalls eine nationale Werbekampagne im Wert von 20.000 Euro aus.

Mit ihrem Wettbewerb begegnet die Telekom auch der Tatsache, dass M2M zwar bei Marktbeobachtern viel Begeisterung auslöst und bei allen Netzbetreibern Hoffnungen auf künftige Profite weckt, dem Segment aber vielfach noch tragfähige Geschäftsmodelle fehlen. Zu diesem Ergebnis kam der eco-Verband nach einer Expertenbefragung Anfang des Jahres. Dem darauf basierenden Bericht “M2M – Future Trends 2015” (PDF) zufolge fehlt es der Wirtschaft an Vertrauen in die M2M-Technologie und an ausgereiften Sicherheitskonzepten.

“M2M-Projekte scheitern, weil sie unrentabel sind und das Vertrauen der Wirtschaft auf breiter Front bislang fehlt”, erklärte fasst Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. die Ergebnisse der Expertenbefragung anlässlich der Vorstellung im Februar. Der Report zeige insgesamt, dass in den Schlüsselbereichen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Vermarktung noch großer Nachholbedarf besteht. Zudem sei die hohe Komplexität von M2M-Projekten eine nicht zu vernachlässigende Hürde. Schließlich reiche das Spektrum der erforderlichen Expertise von Hardware, maschinennaher Programmierung bis hin zu internationalen Tarifmodellen der Netzprovider. Das trage dazu bei, dass insbesondere mittelständische Firmen M2M-Projekte nur zögerlich in Angriff nehmen.

Neben dem jetzt gestarteten Wettbewerb engagiert sich die Telekom allerdings auch anderweitig für das M2M-Ökosystem. An ihrem Partnerprogramm in dem Bereich nehmen über 600 Unternehmen aus rund 56 Ländern teil. Gemeinsam mit den Herstellern vermarkt sie Angebote und Produkte in dem Bereich auf dem M2M Marketplace. Außerdem wurden ein M2M Competence Center sowie eine M2M Developer Community eingerichtet. Letztere bietet etwa APIs für die Softwareentwicklung, Tutorials sowie ein Forum zum Austausch der Experten untereinander.

In einer Infografik zeigt die Deutsche Telekom auf, wo M2M im Alltag wichtig ist oder wichtig werden kann (Grafik: DTAG).
In einer Infografik zeigt die Deutsche Telekom auf, wo M2M im Alltag wichtig ist oder wichtig werden kann (Grafik: DTAG).
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