Profitbricks führt Server-Instanzen und REST-APIs für Devops Central ein

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Profitbricks (Bild und Logo Profitbricks)

Der Cloud-Services- und Infrastruktur-Anbieter stellt Entwicklern Tools zur Automatisierung der Anwendungsentwicklung für Online-Umgebungen zur Verfügung. Darunter finden sich die SOAP-API und neuerdings die REST-API. Zudem stehen Cloud-Bibliotheken und ein Python Software Development Kit (SDK) bereit.

Profitbricks hat die Community-Plattform Devops Central präsentiert, in der Entwickler Zugriff auf Schnittstellen zum Netzwerkprotokoll SOAP (Simple Object Access Control) und auf REST (Representational State Transfer) haben. Damit können sie leichter Lösungen für verteilte Systeme programmieren, die ihrerseits Informationen und Daten auf standardisierte Art und Weise austauschen können.

Profitbricks gegen AWS (Bild: Profitbricks)
Profitbricks vergleicht sich mit Amazon-EC2-Instanzen (Bild: Profitbricks).

Die Community wurde zwar bereits vor fast einem Jahr im Probebetrieb ins Leben gerufen, mit neuen Features geht der Anbieter jetzt jedoch gezielt die Vermarktung an. Neben der schon zuvor erhältlichen SOAP-API bietet Profitbricks in Devops Central nun auch die REST-API an. Das soll die vollständige Automatisierung der Anwendungsentwicklung für Cloud-Umgebungen erlauben. Zudem stehen auf Devops Central zusätzliche Cloud Libraries sowie ein Python Software Development Kit (SDK) zur Verfügung.

Die für Web-Services erforderliche Infrastruktur steht bei Profitbricks als Ansammlung virtueller Systeme bereit, die sich allesamt per API ansprechen lassen. So bekommen Developer ein virtuelles Datencenter, virtuelle Server, Storage-Systeme, öffentliche und private LANs und Zugriff auf viele Programmiersprachen sowie Software-Bibliotheken .

Die Libraries umfassen momentan LibCloud, eine vereinheitlichte API zur Cloud-Steuerung, Fog, eine Ruby Cloud Services Library sowie jclouds, eine Java Cloud Library, mit der Anwendungen einmal erzeugt werden und dann auf vielen Cloud-Systemen arbeiten können. Weitere Libraries sollen im Laufe der nächsten Monate dazukommen. Das jetzt hinzugefügte aktuelle Python SDK beruht auf der REST-API und unterstützt sämtliche API-Funktionen zu den Cloud-Automatsierungs-Tools von Profitbricks.

Drei Multi-Cloud-Libraries nimmt der Anbieter ebenso ins Portfolio: Jede davon ist für eine bestimmte Sprache geschrieben und bietet Devops-Teams die Möglichkeit, einmal geschriebenen Code in mehreren Clouds zu nutzen oder bei Bedarf Workloads von einer Cloud in eine andere zu verschieben.

“Unser Ziel ist es, unseren Kunden die Entwicklung von Cloud-Anwendungen, deren Betrieb und Migration in einer Multi-Cloud-Welt so einfach wie möglich zu gestalten”, erklärt Prfitbricks-Technikchef und -Geschäftsführer Achim Weiss. Dazu will er die Menge der verfügbaren Software Development Kits und Libraries regelmäßig erweitern. Programmieren will er zudem Foren zur Verfügung stellen, über die sie sich gegenseitig Tipps geben können. Derzeit finden sich dort außerdem Artikel zu neuen Tools und Dokumentationen.

Die Community verbindet die beiden Bereiche Development und Operations – Entwickler können ihre Arbeiten also gleich in der passenden Umgebung austesten, in der sie sie später betreiben können, aber nicht müssen. Die Entwickler-Website hat laut Profitbricks bereits 20.000 Unique User im Monat. Nutzer der Community für Fachanwender erhalten außerdem einen Rabatt für ihre Entwicklungs- und Testprojekte.

Zum Thema Preise hat Profitbricks eigene Webseiten aufgesetzt, auf denen erklärt wird, dass es wenig Sinn macht, alle Einzelpreise aufzuführen. Denn je nachdem, welche Server-Instanzen, Speicher und sonstige Bestandteile virtueller Infrastruktur benötigt werden, ergeben sich völlig verschiedene Summen. Und Vieles von dem, was man bei manchen IaaS-Anbieern im Rahmen bestimmter Pakete mitkaufen müsste, bräuchte man eigentlich gar nicht. Profitbricks vergleicht sich hier selbst in ausführlichen Beispieltabellen mit Amazon Web Services und dessen EC2-M3-Instanzen.

Die Ersparnisse gegenüber dem US-Konkurrenten sind dabei in allen Varianten größer als 30 Prozent, in manchen liegen sie sogar bei 80 Prozent. Im einfachsten Preismodell geht der Anbieter von einem Szenario “Wie Cloud Computing ursprünglich gedacht war” aus und rechnet minutengenau ab, welche Teile der Infrastruktur wie genutzt werden.

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