Drei Viertel der Firmen setzen Open-Source-Software ein

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open-source-shutterstock-Bildagentur-Zoonar-GmbH (Bild: Shutterstock)

Das geht aus der diesjährigen “Future of Open Source Survey” hervor. 64 Prozent der befragten Firmen beteiligen sich auch aktiv an Open-Source-Projekten. Lediglich 27 Prozent haben jedoch interne Regeln zur Nutzung von quelloffener Software. Weniger als 42 Prozent führen ein Verzeichnis eingesetzter Open-Source-Komponenten.

Black Duck Software und North Bridge haben die Resultate der neunten Auflage ihrer Future of Open Source Survey veröffentlicht. Demzufolge setzen 78 Prozent der Unternehmen in irgendeiner Form Open-Source-Software (OSS) ein. Bei der Verwaltung der quelloffenen Software bestehen jedoch noch deutliche Defizite.

Open-Source-Software in Firmen 2015 (Bild: Black Duck Software)
78 Prozent aller Firmen setzen Open-Source-Software ein (Bild: Black Duck Software).

Black-Duck-CEO Lou Shipley kommentiert: “In den Ergebnissen ist dieses Jahr deutlicher geworden, dass Firmen ihre Verwaltung und Steuerung von Open Source erst noch auf eine Höhe mit ihrer Nutzung bringen müssen. Das ist unerlässlich, um eventuelle gesetzliche, Betriebs- und Sicherheitsrisiken auszuschließen, ohne auf die vollen Vorteile von OSS verzichten zu müssen.”

Shipley nimmt Bezug darauf, dass mehr als 55 Prozent der befragten C-Level-Manager und sonstigen IT-Verantwortlichen zugaben, dass es in ihrem Unternehmen keine formellen Richtlinien für den Einsatz quelloffener Software gibt. Lediglich 27 Prozent verfügen über Regeln für Beiträge ihrer Angestellten zu OSS-Projekten. Gerade einmal 16 Prozent können automatisierte Code-Zulassungsverfahren vorlegen, weniger als 42 Prozent führen ein Verzeichnis der bei ihnen eingesetzten Open-Source-Komponenten.

Deshalb ist es nicht überraschend, dass über 50 Prozent das Gefühl haben, bekannt werdende Sicherheitslücken in Open-Source-Komponenten nicht ausreichend nachvollziehen zu können. Lediglich 17 Prozent planen, Open-Source-Code auf Sicherheitslücken zu prüfen.

Dem gegenüber steht eine stark zunehmenede Akzeptanz für Open Source. 66 Prozent der Unternehmen setzen auch für Kunden entwickelte Anwendungen auf Open Source auf. 2010 hatten gerade einmal 42 Prozent aller Firmen Open Source in irgendeiner Form im Einsatz. Ebenfalls 66 Prozent gaben an, dass sie sich bei der Einführung neuer Software zuerst nach Open-Source-Lösungen umsehen.

93 Prozent sagten wiederum, dass der Anteil der Nutzung quelloffenen Codes gegenüber dem Vorjahr unverändert oder höher ist. 64 Prozent beteiligen sich an Open-Source-Projekten – im Frühjahr 2014 waren es erst 50 Prozent. In den nächsten zwei bis drei Jahren erwarten 88 Prozent der Befragten, dass sie sich stärker an Open-Source-Projekten beteiligen werden.

Als Grund für den Einsatz von OSS nennen 55 Prozent eine bessere Sicherheit als bei proprietären Lösungen. 61 Prozent glauben, dass die Sicherheit von OSS im Vergleich zu proprietärer Software in den nächsten zwei bis drei Jahren zunehmen wird. 58 Prozent erachten quelloffene Software als leichter skalierbar, 43 Prozent berichten von einer einfacheren Bereitstellung als bei proprietären Lösungen. In den nächsten zwei bis drei Jahren dürfte OSS nach Meinung der befragten IT-Manager Auswirkungen auf Cloud-Computing (39 Prozent), Big Data (35 Prozent), Betriebssysteme (33 Prozent) und das Internet der Dinge (31 Prozent) haben.

Black Duck Software offeriert selbst Open-Source-Software, und zwar gerade für den als vernachlässigt bezeichneten Bereich Open-Source-Management. North Bridge ist ein Venture-Capital-Geber.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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