Apps: Colleqt hilft gemeinsame Zahlungen zu verwalten

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mit Colleqt bezahlen (Bild: Calvarius GmbH)

Die Mobilawendung ist der nächste Versuch eines Start-ups, sich der Problematik gemeinsamer Kosten anzunehmen. Über sie lassen sich Teilnehmer einladen und dann überwachen, ob jeder auch seinen Anteil zahlt. Außerdem unterstützt Colleqt die Kontrolle der Gesamtkosten gemeinsamer Anschaffungen und übernimmt die Zahlungsabwicklung.

Die Calvarius GmbH aus Karlstadt hat die App Colleqt vorgestellt. Das Thema Geld – oder besser gesagt der Streit darum – ist der Zweck der Anwendung: Sie soll verwalten und überwachen, wer wem wieviel für welches Projekt schuldet – und die Bezahlung per Paypal auslösen oder die Bareinnahmen verzeichnen.

Colleqt Screens (Bild: Calvarius GmbH)
In der App Colleqt erstellen Nutzer gemeinsame Projekte und wickeln die Zahlungen der Beteiligten ab (Bild: Calvarius GmbH).

Diesem Zweck widmen sich bereits mehrere Software-Projekte: Teilweise wurden für die Lösung des dringlichen Problems vieler Wohngemeinschaften, Freundeskreise oder Kollegenaktionen schon hohe Summen investiert. So gewann die Abrechnungs-App Flatmate sogar schon einen Microsoft-Gründerwettbewerb, die Anwendung Tabbt aus Hamburg bekam Geld aus Fördertöpfen der Hansestadt und das Münchner Start-up Pockets United einen Kredit der Telefónica-Gründungsakademie Wayra.

Pockets United hat bereits aufgegeben. Tabbt geht das Thema eher aus Sicht eines sozialen Netzwerks an und arbeitet personenorientiert. Gelder sollen später über Bankenprovisionen pro Transaktion fließen. Die russische App I.O.U. schließlich setzt zusätzlich auf die Einnahmequelle der kostenpflichtigen Version I.O.U. Pro. Sie bringt für 2,99 Dollar Zusatz-Features wie Backup, Erinnerung an wiederkehrende Verpflichtungen oder automatisches Bezahlen – also den Dauerauftrag ohne Bank. Auch die Arbeit mit mehreren Währungen ist hier möglich.

Colleqt verwaltet eher die Projekte als die Personen. Man setzt dazu bereits beim Einsammeln der Anteile an. Tabbt kümmerst sich vor allem um aktuelle Einkäufe und um die Teilnehmer. Flatmate wiederum setzt seinen Schwerpunkt auf die gemeinsame Abrechnung und ermittelt Anteile, die der User der App von anderen eintreiben muss. Colleqt ist der projektorientierte Ansatz: Es rückt Dinge wie den Geburtstag der Kollegin oder die Heirat einer Freundin in den Mittelpunkt.

Die App ist kostenlos. Sie versucht, Teilnehmereinladungen, Zahlungsabwicklung, Überwachung und Management logisch in einer Benutzeroberfläche unterzubringen, die mit dem jeweiligen Projekt beginnt. Die weiteren Funktionen, wie Erinnerungen an anstehende Geburtstage oder an Zahlungen säumiger Mitglieder, gehen ebenfalls von diesen eingegebenen Projekten aus. Die App hat Zugriff auf Kontaktdaten im Smartphone.

Nach einem Projektstart erhalten Eingeladene automatisch eine Push-Benachrichtigung auf ihr Smartphone und werden direkt zur Projekt-Seite mit Zahlungsmöglichkeit (per Payal) geleitet. Alle anderen bekommen eine SMS mit der Einladung, sich die Colleqt-App herunterzuladen und teilzunehmen oder die Möglichkeit, sich über die “Colleqt Web App” am Projekt zu beteiligen. Projektersteller sehen so unmittelbar, wer mitmacht und wer nicht.

Die App ist bei Google Play kostenfrei erhältlich. Bei der Abwicklung der Zahlungen über Paypal fallen die üblichen Paypal-Gebühren an.

Die App ist laut Gesellschafter Markus Lutz eher ein eigenes Herzensprojekt, denn derzeit verdient die Firma noch kein Geld damit – und will sie auch in Zukunft für Anwender kostenfrei halten. Auch an den Transaktionen verdient der Betreiber nichts: Paypal zahlt keine Provisionen. Bei Colleqt hofft man darauf, später durch gemeinsame Produkteinkäufe von Teilnehmern an Provisionen durch Affiliate Marketing zu verdienen. Aber das ist Zukunftsmusik – das Herzensprojekt ist den Machern wichtiger, das Tool auch ein Marketing-Instrument für ihre Arbeiten als Auftragsprogrammierer, und über APIs lassen sich später andere Services verbinden.

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