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O2 startet Aktivierung von Voice-over-LTE

o2-logo (Bild: Telefónica)
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LTE-Endgeräte müssen damit nicht mehr ins UMTS- oder GSM-Netz wechseln, um Telefongespräche anzunehmen oder zu initiieren. Nutzer von entsprechend kompatiblen Smartphones profitieren in der Praxis von kürzeren Rufaufbauzeiten, besserer Sprachqualität sowie einer längeren Akkulaufzeit.

Nach Vodafone hat jetzt auch Telefónica in Deutschland den Start von Voice-over-LTE (VoLTE) im Mobilfunknetz von O2 angekündigt. Dadurch müssen LTE-Endgeräte nicht mehr extra ins UMTS- oder GSM-Netz wechseln, wenn Telefonate angenommen oder initiiert werden sollen.

telefonica-volte-smartphones (Bild: Telefónica).
O2 aktiviert Voice-over-LTE für ausgewählte Endgeräte (Bild: Telefónica).

Für Anwender mit kompatiblen Smartphones macht sich die Umstellung auf VoLTE durch kürzere Rufaufbauzeiten bemerkbar. Darüber hinaus verspricht Telefónica auch eine bessere Sprachqualität. Der Akku des Endgeräts werde ebenfalls geschont, da bedeutend weniger Suchen nach geeigneten Netzen anfielen.

Die neue Technik steht schon im gesamten LTE-Netz von O2 zur Verfügung. Sobald die Hersteller eine VoLTE-fähige Firmware anbieten, schaltet Telefónica in Deutschland ab sofort auch Smartphone-Modelle dafür frei. Noch in diesem Monat soll das Samsung Galaxy S5 diesbezüglich den Anfang machen. In Kürze folgen laut dem Netzbetreiber dann unter anderem die Nokia-Modelle Lumia 830 und 640 sowie das Sony Xperia Z3.

Für Nutzer ohne VoLTE-fähiges Endgerät ist der bisherige automatische Wechsel (Switched Circuit Fallback) vom LTE-Netz zu GSM oder UMTS auch weiterhin möglich. Für Kunden mit kompatiblen Smartphones wird er Telefónica zufolge indes immer seltener erforderlich sein, da das Unternehmen den LTE-Ausbau weiter beschleunige. Die aktuelle LTE-Netzabdeckung von knapp 62 Prozent der Bevölkerung plant das Unternehmen in Deutschland bis Ende 2016 auf eine LTE-Versorgung im Freien von bis zu 90 Prozent der Bevölkerung anzuheben.

Im Gegensatz zu den älteren Mobilfunkstandards GSM und UMTS ist LTE IP-basierend, sodass sich IP-Telefonie damit besonders effizient realisieren lässt. VoLTE erlaubt damit dreimal mehr Datenkapazität als UMTS/3G und sechsmal mehr als GSM/2G. Da es kleinere Paket-Header benötigt als nicht optimiertes VoIP, belegt es folglich auch weniger Bandbreite.

Im Juli 2014 hatte Telefónica Deutschland VoLTE schon für seine Mitarbeiter in den vier Städten Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München testweise freigeschaltet. Die Deutsche Telekom testete die Technik bereits 2013. Als erster deutscher Netzbetreiber kündigte vor einem Monat auf der CeBIT in Hannover Vodafone den kommerziellen Start von Voice-over-LTE an.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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