Kyocera beginnt Verkauf des Ruggedized-Smartphones Torque in Deutschland

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Kyocera Torque KC-S701 (Bild Kyocera)

Anders als ursprünglich geplant wird es nun nicht nur Firmen, sondern auch privaten Endkunden angeboten. Die können es über Amazon, Cyberport und Notebooksbilliger.de bestellen. Dort kostet es inklusive Versand 467, 455 respektive 457 Euro. Eine Besonderheit des Torque (KC-S701) ist die Schallwellengenerator aus Keramik, der als Lautsprecherersatz dient.

Kyocera hat jetzt mit dem im Februar angekündigten Verkauf des Outdoor-Smartphones Torque (KC-S701) in Deutschland begonnen. Es wird nun anders als ursprünglich geplant, nicht nur Firmenkunden in speziellen vertikalen Märkten im Projektgeschäft angeboten, sondern über zunächst drei Händler auch SIM-frei an Endkunden verkauft. Als Partner dafür nennt Kyocera auf seiner Website Amazon, Cyberport und Notebooksbilliger.de. Bei ihnen kostet das Smartphone aktuell inklusive Versand 467, 455 respektive 457 Euro.

Das 13,6 mal 6,8 Zentimeter große und 13,5 Millimeter dicke Torque (KC-S701) wiegt 182 Gramm. Es verfügt über ein 4,5 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Bildpunkten. An die anvisierten Einsatzzwecke ist es unter anderem dadurch angepasst, dass es sich auch mit Handschuhen bedienen lässt. Außerdem erfüllt es die Anforderungen der Schutzklasse IP68 – ist also staubdicht und für bis zu 30 Minuten bei maximal 1,5 Meter Tiefe wasserdicht.

Kyocera Torque (Bild: Kyocera)

Eine Besonderheit ist der Smart Sonic Receiver. Unter diesem Namen vermarktet Kyocera seinen Keramikaktuator, der dafür sorgt, dass der gesamte Touchscreen als Lautsprecher fungiert. Er gibt mit der Technologie sowohl Schallwellen als auch Schwingungen aus und sorgt so dafür, dass sich ein Gesprächspartner auch bei starkem Umgebungslärm noch gut verstehen lässt. Außerdem ist es damit zum Beispiel nach dem Prinzip einiger Hörgeräte möglich, ihn auch dann noch zu verstehen, wenn das Telefon nicht ans Ohr gehalten werden kann: Wie der Hersteller unter anderem auf der CeBIT demonstriert hat, funktioniert die Übertragung mit Schwingungen zum auch durch einen aufgesetztem Schallschutz hindurch.

Das Android-4.4-Smartphone wird von einem Qualcomm-Prozessor (Snapdragon 400 MSM8928) mit 1,4 GHz Takt angetrieben. Dem stehen 2 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Der interne Flash-Speicher von 16 GByte kann per MicroSD-Karte um bis zu 128 GByte erweitert werden.

Die Kapazität des fest verbauten Akkus gibt Kyocera mit 3100 mAh an. Der Hersteller nennt als maximale Gesprächszeit im UMTS-Netz 27 und im GSM-Netz 17 Stunden, die Standby-Zeit ist mit jeweils rund 41 Tagen angegeben. Im LTE-Netz sind es noch rund 33 Tage. Das Torque unterstützt den Qi-Standard und kann damit also auch drahtlos aufgeladen werden.

Die in der Rückseite verbaute Kamera löst 8 Megapixel auf, die Kamera in der Vorderseite 2 Megapixel. Neben WLAN (802.11a/b/g/n/ac) werden auch Bluetooth 4.0 und NFC unterstützt, Thetering ist möglich.

Für den Einsatz im Unternehmen werden die gängigen VPN-Protokolle und Exchange Active Sync unterstützt. Darüber ist auch mit zahlreichen am Markt erhältlichen Werkzeugen die zentrale Verwaltung möglich. Eine große Taste an der Gehäuseseite lässt sich nach Wunsch konfigurieren, um im jeweiligen Umfeld erforderliche Apps direkt zu starten.

Wer nicht unbedingt für laute Baustellen oder Produktionsumgebungen nach einem Smartphone sucht und daher auf die innovative Schallübertragungstechnologie von Kyocera verzichten kann, kommt unter Umständen mit Angeboten der Konkurrenz deutlich günstiger weg. So gibt es beispielsweise schon für knapp über 300 Euro mit dem Cat B15Q ein robustes Smartphone mit 4-Zoll-Display (480 mal 800 Bildpunkte) und Android 4.4.

Es lässt sich ebenfalls mit Handschuhen bedienen und ist nach Schutzklasse IP67 als staub- und wasserdicht zertifiziert – kann also bis zu 30 Minuten unbeschadet in maximal ein Meter tiefem Wasser aushalten. Es kann im Temperaturbereich von minus 25 bis plus 55 Grad Celsius eingesetzt werden (Torqie: minus 21 bis plus 50) und soll Stürze aus bis zu 1,8 Metern Höhe unbeschadet überstehen (Torque: Fall aus bis zu 1,22 Metern).

Im Cat B15Q kommt ein Quadcore-Prozessor mit 1,3 GHz Takt zum Einsatz, dem allerdings nur 1 GByte RAM zur Seite steht. Außerdem ist der interne Speicher mit 4 GByte deutlich kleiner als bei der Neuvorstellung von Kyocera und auch nur um 64 GByte erweiterbar. Die in der Rückseite verbaute Kamera nimmt Bilder mit 5 Megapixeln auf, in der Vorderseite ist eine VGA-Kamera verbaut. Bei Wlan fehlt dei Unterstützung für 802.11ac, außerdem muss man auf LTE verzichten. Der Akku mit einer Kapazität von 2000 mAh ermöglicht laut Hersteller eine Sprechzeit von bis zu 16,3 Stunden.

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