Thermondo erhält 6 Millionen Euro Venture Capital

Start-UpUnternehmen
Thermondo Logo (Grafik: Thermondo)

Zu den Investoren gehören jetzt auch Holtzbrinck Ventures und Rocket Internet. Sie sehen den “digitalen Heizungsbauer” Thermondo als “Vorreiter der digitalen Revolution im Handwerk”. Mit dem Geld will das Start-up die Anzahl seiner Standorte erhöhen und noch im Laufe des Jahres 140 neue Mitarbeiter einstellen.

Thermondo hat in einer erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsrunde sechs Millionen Euro Venture Capital erhalten. Im Zuge der Serie-B-Finanzierung haben sich auch Holtzbrinck Ventures und Rocket Internet an dem Start-up beteiligt. Die bisherigen Investoren E.ON, die IBB Beteiligungsgesellschaft und Grey Corp sind ebenfalls wieder mit dabei.

“Digitale Energiedienstleistungen werden die Energiewelt zukünftig grundlegend verändern. Daher bauen wir unser Investment in Thermondo weiter aus. Die bisherige Partnerschaft hat gezeigt, dass beide Seiten profitieren können: Thermondo bekommt Zugang zu unseren Online-Kanälen und E.ON kann im Gegenzug neue, digitale kundenfreundliche Services anbieten“, erklärt Susana Quintana-Plaza, Senior Vice President Technology und Innovation bei E.ON, in einer Pressemitteilung.

Lars Langusch, Partner beim Lead Investor Holtzbrinck Ventures, fügt hinzu: “Das Team von Thermondo hat es geschafft, eine sehr komplexe handwerkliche Dienstleistung weitestgehend zu digitalisieren. Dieser revolutionäre Ansatz verbunden mit einem enormen Wachstum hat uns überzeugt.”

Das im November 2013 operativ gestartete Unternehmen Thermondo hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Austausch von Heizungen einfacher und günstiger zu machen. Dazu setzt es – im Handwerk eher ungewöhnlich – von der Leadgenerierung über den Vertrieb bis zu Installation sowie Wartung und Pflege auf Informationstechnologie. Dem Anbieter zufolge reicht die Angaben von 15 Parametern zum Haus und zur alten Heizung, um unmittelbar auf der Website das passende Heizungsangebot zu ermitteln. Ergebnis ist ein sofort unterbreitetes, verbindliches Angebot. Dazu hat das Unternehmen einen eigenen Algorithmus entwickelt und eine umfassende Produktdatenbank für Gas- und Ölheizungen sowie Solarthermie erstellt.

Wird das Angebot angenommen, übernehmen lokal ansässige, angestellte Handwerksmeister die Installation der Heizung. Dies erfolgt aktuell aus zwölf Standorten in Deutschland. Außerdem greift das Unetrnehme auf einige Dutzend Servicepartner zurück. Stärke sind derzeit Ein- und Zweifamilienhäuser. Kosten senkt Thermondo vor allem durch den Einkauf – durch größere Abnahmemengen bekommt es bessere Preise.

Das Start-up beschäftigt aktuell 90 Mitarbeiter, davon die Hälfte in der Zentrale in Berlin und die andere Hälfte in den lokalen Betriebsstätten verteilt auf 12 deutsche Metropolregionen. Bis Ende 2015 sind 140 Neueinstellungen geplant. Die werden sowohl auf den Ausbau – weiterer Betriebsstätten als auch den Ausbau der IT-Entwicklungskapazitäten entfallen.

Die Thermondo-Gründer Kristofer Fichtner, Philipp Pausder und Florian Tetzlaff (Bild: Thermondo)
Die Thermondo-Gründer Kristofer-Fichtner, Philipp Pausder und Florian Tetzlaff (Bild: Thermondo)
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