Open SourceSoftware

Version 4.0 des Linux-Kernels steht zum Download bereit

Linux Tux (Bild: Larry Ewing)
0 0 Keine Kommentare

Die wichtigste Neuerung der neuen Kernel-Version ist das sogenannte Live-Patching. Es erlaubt die Installation von Kernel-Updates, ohne dass das Linux-System neu gestartet werden muss. Laut Linus Torvalds handelt es sich trotz über 10.000 Änderungen um ein eher “kleines” Release.

Am Sonntag hat Linus Torvalds Version 4.0 des Linux-Kernels veröffentlicht. Der Quellcode der neuen Kernel-Version kann ab sofort auf Kernel.org heruntergeladen werden. Anwender können jedoch auch warten, bis er in die von ihnen genutzte Distribution integriert wurde.

Trotz des bereits im Februar angekündigten Schritts von Version 3.19 auf 4.0 handelt es sich laut Torvalds um ein eher “kleines” Release. Auch wenn es immer noch über 10.000 Änderungen beinhalte, habe es schon deutlich größere Releases gegeben. Ein solches sei auch die darauf folgende Version 4.1.

linux-tux (Grafik: Larry Ewing)
Linux-Maskottchen Tux (Grafik: Larry Ewing)

Eine wichtige Neuerung des Linux-Kernels 4.0 ist die Rückkehr des Live-Patching. Die Funktion ermöglicht es, den Kernel zu aktualisieren, ohne einen Neustart des Systems durchführen zu müssen. “Es gab viel Wirbel um die neue Kernel-Patching-Infrastruktur, aber das war nicht der Grund für die neue Versionsnummer – wir hatten schon viel größere Änderungen in anderen Versionen”, führt Torvalds weiter aus. Die Version 4.0 sei vielmehr eine solide Weiterentwicklung des Kernel-Codes.

Seit dem Wochenende steht darüber hinaus auch eine neue Version der Linux-Distribution Elementary parat. Das Freya genannte Release beruht jedoch noch auf dem Linux-Kernel 3.16. Auch die kommende Ubuntu-Version 15.04, die ab 23. April erhältlich sein soll, wird noch nicht mit Kernel 4.0, sondern mit Kernel 3.19 ausgeliefert.

Nach Herstellerangaben enthält “Freya” über 1100 Korrekturen und Verbesserungen. Unter anderem wurde die Oberfläche überarbeitet. Die erinnert durch das verwendete Dock am unteren Bildschirmrand nun an Mac OS X. Die Vorgängerversion Luna sei über drei Millionen Mal heruntergeladen worden und damit eines der zehn verbreitetsten Open-Source-Betriebssysteme.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Windows 7, Mac OS X, Ubuntu, … Kennen Sie die Unterschiede zwischen den wichtigsten Betriebssystemen? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf ITespresso.

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

Folgen