IBM stellt Services und Ökosystem für Internet der Dinge vor

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Industrie 4.0 (Shutterstock/Adam Vilimek)

Wichtiger Bestandteil ist eine neue Partnerschaft mit Texas Instruments. Dabei geht es darum, die Geräteidentität zu schützen, sowie die Bereitstellung und das Lifecycle-Management von Geräten im Internet der Dinge zu verbessern. Die Programmierschnittstellen dafür sollen auch anderen Providern von IoT-Cloud-Services und Chip-Anbietern zur Verfügung gestellt werden.

IBM hat konkrete Schritte vorgestellt, wie es das Ende März angekündigte, verstärke Engagement im Bereich Internet der Dinge umsetzen will. Wie damals mitgeteilt, sollen im Lauf der kommenden vier Jahre drei Milliarden Dollar in den Aufbau eines Geschäftsbereichs investiert werden, der auf den Erfahrungen des Konzerns im Bereich Smarter Planet und Smarter Cities aufbaut und vor allem dafür sorgen soll, dass die im Bereich Internet der Dinge akquirierten Daten auch tatsächlich nutzbringend verwendet werden.

IBM hat eine Partnerschaft mit Texas Instruments im Bereich Internet der Dinge angekündigt (Bild: IBM)

Der Bereich Internet der Dinge bei IBM wird sich auf drei wesentliche Säulen stützen. Die IoT Cloud Open Platform soll branchenspezifische Analyse-Dienste liefern. Ein Beispiel dafür sind Informationen von vernetzten Fahrzeugen für Versicherungen. Diese sollen auf dieser Grundlage individuelle Tarife anbieten können.

Die zweite Säule, IBM Bluemix IoT Zone soll Entwicklern helfen, IoT-Daten in cloud-basierende Entwicklungen und Umsetzungen von IoT-Apps zu integrieren. Insbesondere bestehende Anwendungen könnten so durch zusätzliche Echtzeitdaten und weitere Analysemöglichkeiten aufgebessert werden.

Die dritte Säule, das IBM IoT Ecosystem, soll sichere und reibungslose Integration mit IBMs Plattform sicherstellen. Hierauf beziehen sich in erster Linie die nun angekündigten Details und die Partnerschaft mit Texas Instruments. Bei dieser steht wiederum ein in Vorbereitung befindlicher Cloud-Service im Mittelpunkt, der bei Bereitstellung, Authentifizierung und Lifecycle-Management der im Internet der Dinge verwendeten Geräte sorgen soll. Die beiden Unternehmen werden zudem die Programmierschnittstellen veröffentlichen und hoffen so, auch andere IoT-Cloud-Service-Provider und Chip-Hersteller dazu bewegen zu können, diese zu nutzen.

Der von IBM und Texas Instruments anvisierte Cloud-Service soll mit einem Secure Registry Service genannten Angebot die Grundlage dafür schaffen, dass Informationen zu Authentifizierungspraktiken und Protokollen – angefangen bei den in Devices und Produkten enthaltenen Chips bis hin zu Unternehmen und Haushalten – verarbeitet werden können. Gleichzeitig soll er die Kommunikation der IoT-Devices mit der Cloud erleichtern. Insbesondere letztere bezeichnet Avner Goren, General Manager Strategic Marketing im Bereich Embedded Processing bei Texas Instruments in einer Pressemitteilung als “grundlegend für das Internet der Dinge”. Seiner Ansicht nach bestehen jedoch noch mehrere “Hemmnisse bei der Einführung, insbesondere bei industriellen Anwendungen wie Fertigung, Gebäudeautomation und Energiemanagement.” Sie sollen durch das gemeinsame Angebot mit IBM gemeistert werden.

Damit werden dann ganz neue Möglichkeiten geschaffen. Wie Bob Picciano, Senior Vice President von IBMs Analytics-Sparte, bereits im März erklärt hatte, nimmt zwar das Wissen über die Welt mit jedem vernetzten Sensor oder Gerät zu, allzu oft würde diese Informationen aber noch nicht genutzt – selbst wenn bekannt sei, dass sich damit letztendlich bessere Ergebnisse erzielen lassen. Nach Schätzungen von IBM werden 90 Prozent aller Daten, die von Geräten wie Smartphones, Tablets, vernetzten Fahrzeugen und Appliances derzeit nicht untersucht oder zumindest nicht berücksichtigt. 60 Prozent dieser Daten verlören zudem innerhalb von Millisekunden nach ihrer Entstehung bereits an Wert.

Hier sollen die Analytics-Anwendungen von IBM auf der Cloud-Plattform Abhilfe schaffen. Firmen, die sich darauf einlassen, sparen sich den Aufbau eigener Strukturen für diese Analysen. Die beiden ersten Angebote sind eines für die Wartung in der Luftfahrt. Damit ließe sich Verfügbarkeit und Lebensdauer von komplexen und sicherheitsrelevanten Komponenten verbessern, verspricht IBM, Und mit dem zweien, IBM Product Line Engineering (PLE) genannten, ließen sich Produktdesigns durch Ingenieure besser an spezifische Märkte anpassen.

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