Oxygen OS: OnePlus setzt auf eigene Android-Variante

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Logo OnePlus (Bild: OnePlus)

Das Betriebssystem ist vorerst nur auf dem Smartphone One verfügbar. Es basiert auf Android 5.0.2 Lollipop. Das Oxygen OS verfüge allerdings noch über einige größere Fehler und Probleme, gibt OnePlus zu.

OnePus will künftig nur noch auf das eigene Betriebssystem Oxygen OS bei seinen Smartphones setzen. Seit einigen Tagen steht für das Modell One ein Update bereit. Die Basis bildet Android 5.0.2 Lollipop. Damit trennt sich der Anbieter wie angekündigt von der Distribution des Custom-ROM-Anbieters Cyanogen.

Oxygen OS lässt sich nicht Over-the-Air installieren, da es ein völlig neues Betriebssystem ist. Für die manuelle Installation hat OnePlus eine ausführliche Installationsanleitung veröffentlicht. Dort erwähnt es auch, dass noch einige Fehler in dem Betriebssystem enthalten sind.

Unter anderem kommt es bei Fotodruck und einigen Datei-Operationen zu Problemen. Das betrifft beispielsweise Umbenennen, Löschen und Hochladen. Bislang kann USB-On-the-Go nur mit dem Dateisystem FAT32 umgehen. Mit den Tasten des Headsets können Nutzer vorerst keine Anrufe beenden. OnePus hat für weitere Fehlermeldungen eine Feedback-App bereitgestellt.

Oxygen OS (Bild: OnePlus)

Oxygen OS vermittle darüber hinaus einen vollkommen unreifen Eindruck, berichten erste Tester. Die Rückkehr zu CyanogenMod 11 bereite zudem Probleme und könne zu Schäden am Gerät führen. Unter diesen Umständen ist von einer Installation vorerst wohl abzuraten.

Im April vergangenen Jahres kam das als CyanogenMod-Smartphone vermarktete OnePlus One ab einen Preis von 268 Euro auf den Markt. Bis November konnte es aber nur in limitierter Stückzahl und auf Einladung bestellt werden. Das Gerät bot 16 GByte Speicher und einen 2,5 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor der Reihe Snapdragon von Qualcomm. Für 299 Euro erhielten Nutzer 64 GByte internen Speicher. Das 5,5 Zoll große IPS-Display bietet eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten.

Zum Start des One hatte OnePlus und Cyanogen mindestens zwei Jahre lang Android-Updates garantiert. Käufer und Interessenten müssen also nicht fürchten, mit einem unfertigen Betriebssystem gestrandet zu sein, sondern können bei CyanogenMod bleiben.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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