Nfon erhält Finanzierung in zweistelliger Millionenhöhe

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Finanzierung (Shutterstock/Gorillaimages)

Die drei Investoren Milestone, Earlybird und BayBG wollen das internationale Wachstum des Münchner Unternehmens fördern. Das Geschäft rund um virtuelle Telefonanlagen läuft bereits in 12 europäischen Ländern, Ende 2015 will man in 16 Ländern präsent sein.

Die Nfon AG hat eine Investitionsspritze in zweistelliger Millionenhöhe erhalten. Die Geldgeber im Rahmen der bisher größten Finanzierungsrunde des Unternehmens sind unter anderem Milestone Venture Capital, Earlybird Venture Capital sowie die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH. Das Kapital soll in die weitere Expansion der Nfon AG fließen und unter anderem dazu beitragen, international schneller zu wachsen.

Martin Czermin (Bild: Nfon)
Martin Czermin, CEO der Nfon AG, erwartet durch das Auslaufen der ISDN-Technik 2018 großes Wachstum für Cloud-Telefonanlagen (Bild: Nfon).

Der TK-Spezialist will sich von der momentanen Präsenz in zwölf europäischen Ländern um weitere vier Länder 2015 vergrößern. Geplant ist dieses Jahr der Ausbau des Geschäfts in Spanien, Italien, Frankreich und Polen. Weitere Länder sollen folgen. Neben dem Hauptsitz Deutschland zählen derzeit vor allem Großbritannien, Österreich und die Niederlande zu den wichtigen Niederlassungen

Die Cloud-Telefonanlage Nfon ist als Lösung für Unternehmen aller Branchen und Größen sowie den Öffentlichen Sektor vorgesehen. Sie kann unter anderem beliebig verteilte einzelne Telefonnummern nach außen hin wie eine gemeinsame Nummer mit Durchwahlen wirken lassen. So können unter anderem auch Freelancer an unterschiedlichen Standorten in virtuellen Firmen so auftreten, als arbeiteten sie in einer großen Firma mit einer zentralen TK-Anlage.

Der aktuelle Marktanteil von Telefonanlagen aus der Cloud liegt derzeit in Deutschland bei 1,5 Prozent. Martin Czermin, CEO der Nfon AG, geht davon aus, dass er bis 2018 auf 25 Prozent anwachsen wird. In Deutschland trägt dazu wesentlich auch das offizielle ISDN-Aus im Jahr 2018 bei. Dann, so Czermin, müssten ganze Kommunikationsstrukturen “vom Mittelstand bis zu Konzernen” komplett neu ausgestattet werden. Schon für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen allerdinsg von einem Umsatzwachstum von über 60 Prozent aus.

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