Deutsche Telekom: E-Mail-Software 6.0 stirbt am 30. Juni

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E-Mail (Bild: Shutterstock)

Krank war die Software schon lange, jetzt hat sich die Telekom entschieden, das veraltete Programm endgültig aufzugeben. Nutzern empfiehlt sie den Umstieg auf ihren Web-Mailer “E-Mail-Center”. Dafür gibt es extra einen Umzugsassistenten. Wer Mails lieber lokal verwaltet, erhält auf einer Hilfeseite aber auch Tipps, wie er das zum Beispiel mit Thunderbird und Outlook bewerkstelligen kann.

Die Deutsche Telekom wird ihre für T-Online-Kunden gedachte E-Mail-Software nicht mehr weiterentwickeln. Die aktuelle Version 6.0 ist für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 konzipiert. Unter Windows 8 gibt es Probleme, mit Windows 10 wird sie gar nicht mehr funktionieren, wie eine Telekom-Sprecherin gegenüber Spiegel Online erklärte.

Deutsche Telekom: E-Mail-Software 6.0 stirbt am 30. Juni (Bild: Shutterstock)

Als Alternative empfiehlt die Telekom ihr webbasierendes “E-Mail-Center”. Um Nutzern den Umstieg zu erleichtern, hat der Konzern eine umfangreiche Hilfeseite eingerichtet und einen Umzugsassistenten bereitgestellt. Die Migration sollten Nutzer bis spätestens 30. Juni 2015 abgeschlossen haben, denn danach findet keine automatische Adressbuch-Synchronisation mehr statt. Außerdem können zwar bereit geöffnete Mails dann noch gelesen, aber weder neue Nachrichten empfangen noch verschickt werden.

Allerdings ist es wohl ratsam, nicht bis auf den letzten Drücker mit dem Umstieg zu warten. Denn die Telekom weist auch darauf hin, dass der Umzug der gespeicherten Daten etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Daher empfiehlt sie, große Anhänge vorab auf der Festplatte zu speichern und E-Mails, die nicht mehr benötigt werden, zu löschen. Auf keinen Fall sollten Nutzer die Software sofort deinstallieren – denn dann gingen ihre persönlichen Daten verloren.

Den Umstieg auf das neue Angebot will die Telekom auch mit dem dort verfügbaren, zusätzlichen Funktionen attraktiv machen. Umsteiger dürfen sich zum Beispiel über eine Rechtschreibprüfung für ihre E-Mails oder eine Kalenderfunktion freuen.

Anwendern, die ihre E-Mails auch künftig lieber lokal im Griff haben wollen, steht es jedoch frei, einen E-Mail-Client wie Thunderbird, Outlook oder Apple Mail zu verwenden. Über POP3 und IMAP4 lassen sich damit die bislang mit der Telekom-Software verwendeten E-Mail-Adressen auch weiterhin nutzen. Für die dafür erforderliche, etwas aufwändigere Konfiguration gibt die Telekom ebenfalls auf ihrer Hilfeseite Tipps und Unterstützung.

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