Axis stellt Lautsprecher als Ergänzung zu IP-Videoüberwachung vor

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Axis C3003-E (Bild: Axis Communications)

Der Netzwerk-Hornlautsprecher Axis C3003-E ist für die Außeninstallation gedacht. Über ihn lassen sich zum Beispiel auf Parkplätzen, Baustellen und im öffentlichen Raum Personen ansprechen, die im Rahmen der Videoüberwachung aufgefallen sind. Der per Power-over-Ethernet anbindbare C3003-E ist ab April lieferbar.

Axis Communications hat mit dem Axis C3003-E einen Netzwerk-Lautsprecher angekündigt, den der Hersteller ab April als Ergänzung seiner IP-basierenden Produkte zur Videoüberwachung verkaufen wird. Zwar bieten einige Überwachungskameras bereits eine Möglichkeit zur Sound-Ausgabe und manchmal bereits sogar einen Rückkanal, aber für beides muss der Angesprochene oder der Gesprächspartner in der Regel recht nahe an die Kamera herankommen.

Axis C3003-E (Bild: Axis Communications)

Beim Axis C3003-E ist das – auch aufgrund der anvisierten Einsatzzwecke – anders: Der Horn-Lautsprecher dient weniger zur Kommunikation, als vielmehr dazu, An- oder Durchsagen zu machen – oder einfach auch mal jemanden über´s Netzwerk anzuschreien. Das soll zum Beispiel bei videoüberwachten Parkplätzen, Baustellen und öffentlichen Plätzen helfen die Personen zu verschrecken, die einen bestimmten Bereich nur versehentlich betreten – oder zumindest nicht mit eindeutig kriminellen Absichten unterwegs sind.

Laut Axis lässt sich der Lautsprecher einfach installieren und in zahlreiche bereits vorhandende Videoüberwachungsanlagen oder IP-Telefonsysteme integrieren. Strom bekommt er über das Netzwerkkabel per Power over Ethernet (PoE). Verwalten lässt sich der Axis C3003-E wie anndere Netzwerkkomponeten auch über die IP-Adresse. Durch Integration in ein VoIP-Telefonsystem, das SIP verwendet, ist es dann sogar möglich, den Lautsprecher anzurufen und mit dem Mobiltelefon Durchsagen zu machen – eine Möglichkeit, die zum Beispiel Überwachungsdienste zu schätzen werden.

Wer weniger Aufwand treiben will, kann den Axis C3003-E auch eine zuvor aufgezeichnete Audiodatei abspielen lassen, wenn über die Videoüberwachung – automatisch oder manuell – Alarm ausgelöst wird. Der Lautsprecher enthält dazu bereits einige Audiodateien mit Mitteilungen an Eindringlinge oder für Notfällen, es lassen sich jedoch auch eigenen Audiodateien hochladen.

Der Lautsprecher lässt sich laut Anbieter ohne Videoverwaltungssysteme integrieren. Kompatible Software gibt es unter anderem von Aimetis, Genetec, Milestone Systems und Nice Systems. Die gerade in Vorbereitung befindliche Axis Camera Station 4.20, die für kleine und mittelgroße Installationen gedacht ist, wird ebenfalls zu dem Lautsprecher kompatibel sein.

Beim Axis C3003-E sind Signalübertragung, Dekodierung, Verstärkung und Sprachübertragung integriert. Er kommt daher anders als viele analoge Lautsprecher ohne Verstärker aus. Außerdem zeichnet er sich durch die Funktion Auto-Speaker-Test aus: Damit ist es möglich, die Funktionsfähigkeit des Lautsprechers durch ein Audio-Feedback an das System zu testen. Dazu muss niemand vor Ort sein. Der Lautsprecher wird von Axis ab April in Deutschland verkauft. Dann werden auch konkrete Angaben zum Schalldruckpegel und zum Preis möglich sein.

Tipp der Redaktion: Videoüberwachung ist aufgrund gesunkener Preise und verbesserter Technik für immer mehr Einsatzbereiche interessant. Allerdings sind im professionellen Umfeld einige Aspekte im Vorfeld zu bedenken, damit das Projekt ein Erfolg wird. D-Link-Spezialist Robert Rudolph erklärt im Expertenbeitrag für ITespresso, worauf es ankommt.

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