Cisco und Azeti Networks stellen Asset Management fürs Internet der Dinge vor

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Cisco Logo (Grafik: Cisco)

Es handelt sich dabei um das erste Produkt, das in Ciscos IoE Innovation Center in Berlin entstanden ist. Es ermöglicht Überwachung und Kontrolle von verteilten Infrastrukturen über das Internet. Besonderheit ist, dass Sensordaten nicht grundsätzlich übertragen, sondern schon auf den Routern analysiert werden.

Cisco hat gemeinsam mit der Berliner Azeti Networks AG ein Angebot für die Überwachung und Kontrolle von verteilten Infrastrukturen über das Internet entwickelt. Die Lösung für Asset Management ist das erste Produkt, das aus dem Cisco IoE Innovation Center openBerlin hervorgegangen ist. Dessen Besonderheit ist, dass die Analyse der Sensordaten bereits auf den Netzwerkgeräten stattfindet. Dazu wird die Azeti-Software nun auf den Cisco-Routern installiert. Dort werden dann auch Entscheidungen getroffen und Steuerbefehle abgesetzt. Damit ist keine durchgängige Internetanbindung erforderlich und wird die erforderliche Bandbreite reduziert.

Azeti Networks AG Logo (Grafik: Azeti Networks)

Die Berliner Azeti Networks AG beschäftigt sich schon seit Jahren mit Erfassung, Analyse und Auswertung von Sensordaten auf dem Gateway. Eigenen Angaben zufolge kann sie so den Datenverkehr um mehr als 90 Prozent reduzieren. Das 2006 gegründete Unternehmen kann dafür bereits auf 700 Kunden in 35 Ländern verweisen. Außer in der Telekommunikation kommen seine Produkte auch bei Betreibern von Rechenzentren und in der Logistik zum Einsatz.

In seinem Berliner Innovation Center hat Cisco nun die Asset-Management-Software von Azeti “lediglich” auf Cisco-Router angepasst. Der wertet dann zum Beispiel Daten aus Sensoren und Kameras aus. “Mit unserer Lösung lassen sich zum Beispiel Mobilfunk-Basisstationen überwachen und steuern”, sagt Bernd Heinrichs, bei Cisco in Europa als Vertriebsleiter für den Bereich Internet der Dinge zuständig. “Der Betreiber kann permanent den Zustand überwachen und beispielsweise die Klimatisierung automatisieren. Dadurch verbessern sich Sicherheit und Verfügbarkeit, der Betreiber spart zusätzlich Ressourcen.”

Cisco vermarktet das Angebot nun als Komplettpaket über seine Channel-Partner: Kunden können die Zahl der Sensoren auswählen und die gewünschten Funktionen festlegen. Die Zusammenstellung der Hard- und Software übernimmt dann Cisco.

Das auf das Internet der Dinge ausgerichtete Innovation Center in Berlin hatte Cisco im September 2014 eingerichtet. Dort arbeiten bereits Kunden, Branchenpartner, Start-ups, Experten sowie Vertreter von Behörden und Universitäten mit Cisco zusammen. Berlin ist neben Rio de Janeiro,Toronto, Tokio, Barcelona, Sydney und London und Songdo in Südkorea einer von acht Standorten, an denen Cisco ein IoE Innovation Center eröffnet hat.



In einem Video bei Youtube stellt Azeti Networks seinen Ansatz für das Asset Management im Internet der Dinge vor.

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