Axis verbessert IP-Überwachungskameras mit Zipstream

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Die Axis P1365 wird eine der ersten IP-basierenden Überwachungskameras sein, dei direkt mit der Zipstream-Technologie auf den Mark kommt (Bild: Axis Communications).

Die Technologie für die Videokomprimierung reduziert die erforderliche Bandbreite und senkt den benötigten Speicherplatz für Videoüberwachungsanwendungen. Laut Axis ist Zipstream vollständig zum Komprimierungsstandard H.264 kompatibel. Profitieren sollen insbesondere kleine Unternehmen, die kleine NAS-Systeme oder in Netzwerkkameras SD-Karten nutzen.

Axis hat mit Zipstream eine Technologie für die netzwerkbasierende Videoüberwachung präsentiert. Laut Anbieter reduziert die Komprimierungstechnologie Bandbreite und Speicherplatz durchschnittlich um 50 Prozent. Außerdem ist sie zum Komprimierungsstandard H.264 vollständig kompatibel. Von aktuellen Axis-Kameras und der zugehörigen Videoverwaltungssoftware kann sie bereits verwendet werden.

Mit Zipstream will Axis Bandbreiten- und Speicherbedarf bei Netzwerkkameras ohen Qualitäsverlust halbieren (Grafik: Axis Communications).
Mit Zipstream will Axis Bandbreiten- und Speicherbedarf bei Netzwerkkameras ohen Qualitäsverlust halbieren (Grafik: Axis Communications).

“Die deutliche Entwicklung zu einer besseren Bildqualität und höheren HDTV-Auflösungen sowie die bessere Leistung bei dunklen Lichtbedingungen führte auch zu höheren Anforderungen an die Netzwerk- und Speicherinfrastruktur. Mithilfe der Zipstream-Technologie von Axis können Anwender den Bedarf an Bandbreite und Speicherplatz deutlich reduzieren, ohne bei wichtigen Bilddetails Kompromisse eingehen zu müssen”, erläutert Johan Paulsson, Chief Technology Officer bei Axis Communications, in einer Pressemitteilung. Beispielsweise lasse sich nun mehr als doppelt so viel Videomaterial auf SD-Karten oder in kleinen NAS-Systemen speichern.

Die Reduktion wird durch neue Module in der Software erreicht, die dafür sorgen, dass wichtige Bilddetails im Videostream hervorgehoben werden und nicht benötigte Bereiche stärker komprimiert werden. Dazu analysiert und optimiert Zipstream den Videostream der Netzwerkkameras unmittelbar währen der Aufnahme. Laut Axis lassen sich so wichtige forensisch relevante Details wie Gesichter, Tattoos oder Kennzeichen werden isoliert und in hoher Qualität erhalten. Bereiche, wie weiße Wände, Rasenflächen und Vegetation, würden hingegen stärker unterdrückt, um Speicherplatz einzusparen.

Für die bereits erhältlichen Netzwerkkameras Axis Q1615, Axis Q1635 sowie die Serie Axis Q35 liefert der Anbieter die Zipstream-Technologie per Firmware-Update aus. Zipstream könne sowohl mit Axis Camera Station, Axis Camera Companion als auch mit bereits installierter Videoverwaltungssoftware von Drittanbietern genutzt werden.

Die Axis P1365 wird eine der ersten IP-basierenden Überwachungskameras sein, dei direkt mit der Zipstream-Technologie auf den Mark kommt (Bild: Axis Communications).
Die Axis P1365 wird eine der ersten IP-basierenden Überwachungskameras sein, dei direkt mit der Zipstream-Technologie auf den Mark kommt (Bild: Axis Communications).

Erste Produkte, die bereit mit integrierter ZipstreamTechnologie ausgeliefert werden, sollen im zweiten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen. Den Anfang machen die Modelle Axis M1124/-E, AXIS M1125/-E. Dabei handelt es sich um fest installierte, günstige Netzwerkkameras für den Betrieb im Innen- und Außenbereich. Mit den vorgesehenen Analysefunktionen positioniert sie der Hersteller speziell für den Einzelhandel.

Voraussichtlich im April 2015 sollen mit dem Modell Axis P1365 und der für den Außenbereich konzipierten Überwachungskamera Axis P1365-E zwei voll ausgestattete Varianten auf den Markt kommen. Beide hat Axis für den Einsatz in Banken und zur Städteüberwachung sowohl Innen- als auch im Außenbereich konzipiert hat. Ebenfalls gleich mit Zipstream-Technologie kommen die Fixed-Dome-Modelle Axis P3224-LV/-LVE und Axis P3225-LV/-LVE auf den Markt.

Tipp der Redaktion: Videoüberwachung ist aufgrund gesunkener Preise und verbesserter Technik für immer mehr Einsatzbereiche interessant. Allerdings sind im professionellen Umfeld einige Aspekte im Vorfeld zu bedenken, damit das Projekt ein Erfolg wird. D-Link-Spezialist Robert Rudolph erklärt im Expertenbeitrag für ITespresso, worauf es ankommt.

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