Powerfolder soll Cloud-Speicher sicher machen

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Powerfolder 10 (Bild: Dal33r GmbH)

Powerfolder-Anbieter Dal33T aus Meerbusch spricht nun etwas gezielter deutsche Mittelstandskunden an. Sie sollen verstärkt auf die Notwendigkeit der Sicherheitstechniken bei dieser Form des Online-Speichers aufmerksam gemacht werden. Berechtigungen und Verschlüsselung stehen im Vordergrund.

Die Lösung Powerfolder von Dal33T soll Mittelständlern die Kontrolle über das Daten-Sharing in privaten und öffentlichen Clouds in die Hand geben. Eine neue Kampagne um das im November 2014 in Version 10 eingeführte Produkt für kollaboratives Dokumenten-Management ist als Lösung für den eigenen Server, für die Nutzung in angemietetem Serverplatz bei Providern und als Cloud-Service beim Hersteller selbst erhältlich.

Powerfolder 10 (Bild: Dal33r GmbH)Für den Web-Dienst hatte der Anbieter erst im Januar den pro Nutzer erreichbaren Speicherplatz pro Dokument auf 1 TByte erhöht. In seinen neuen Anläufen, das Produkt für Mittelständler schmackhaft zu machen, legt das Unternehmen Wert auf Sicherheit und Datenschutz. So bleiben die Dateien immer in der kontrollierbaren Unternehmens-IT, ganz egal wo sie sich wirklich befinden. Zugangsrechte lassen sich aus der Ferne entziehen. Und alle Daten werden verschlüsselt.

Der Hersteller betont: “Powerfolder ist eine deutsche Cloud mit Servern in Deutschland. Viele Privatanwender, Behörden und Universitäten nutzen den Dienst bereits. Und mit Powerfolder Enterprise File Sync und Share (EFSS) für Mittelstand und Industrie liegt nun eine kommerzielle Version vor, die zu allen Sorgen des Mittelstands die passende Lösung präsentiert.”

Die On-Premise-/In-House-Version von PowerFolder kann in der Gratis-Version von bis zu fünf Personen genutzt werden. Die Version “Cloud”, die auch über einen Server im Internet betrieben werden kann, erlaubt bis zu 50 Nutzer und kostet 5 Euro pro Nutzer und Monat. Eine “On-Premise”-Version zum Betrieb auf einem Firmen-Server mit bis zu 50 Anwendern kostet 3 Euro pro User und Monat, eine Enterprise-Version mit mehr Benutzern gibt es auf Anfrage.

Die Menge der mobilen und stationären Geräte, die auf die private Cloud zugreifen, ist in jeder Version unlimitiert. Auch bei den synchronisierten, geteilten und gesicherten Datenmengen setzt Powerfolder (bei Betrieb auf eigenem Server) kein Limit: Nur die Speicherkapazität der verwendeten Server-Hardware gibt die Grenze vor.

Die Dateien verlassen nie den Server, ein Austausch geschieht jeweils über einen Link, wahlweise auch über einen generierten QR-Code für Mobilgeräte. Ein automatisches Backup ist in die Server-Software integriert.

Der Zugriff auf die Daten erfolgt über einen Webbrowser oder einen Client, der für Windows, Mac, Linux, Android und iOS zur Verfügung steht. Die Nutzer lassen sich manuell hinzufügen oder über LDAP beziehungsweise Active Directory aus vorhandenen Umgebungen übernehmen. Berechtigungen werden dabei inklusive Gruppen und Zugriffserlaubnis automatisch an Powerfolder übertragen.

Alle Anwender können die zentral gespeicherten Office-Dokumente (Word, Excel, Powerpoint) in einem Web-Portal gemeinsam betrachten und editieren. Die geänderten Dokumente stehen dann allen Nutzern sofort wieder zur Verfügung. Ein eigener Multimedia-Player spielt Musik- und Videodateien aus der privaten Cloud ab.

Direkt im Windows Explorer lässt sich in Echtzeit der Status aller Dateien und Verzeichnisse einsehen. Bearbeitet ein anderer Anwender gerade eine Datei, wird der Status “In Bearbeitung” ausgegeben, und auch momentane Übertragung oder Synchronisierung wird als Status vermeldet.

Powerfolder (Bild: Dal33t GmbH)
Powerfolder-Produzent Dal33t vermarktet seine Kollaborations- und Synchronisierungslösung als sichere Alternartive zu externen Daten-Sharing-Angeboten. (Bild: Dal33t GmbH)

Wer das Produkt als SaaS-Dienst für Partner und Kunden anbieten möchte, kann mit dem Betreiber einen entsprechenden Service vereinbaren. Auch Service- und Support-Leistungen über Telefon, Chat und Remote Control sind zum individuellen Aufpreis erhältlich.

Wer weniger Angst vor Datenverlust in der Cloud hat und sich auf bestimmte Dokumententypen beschränken kann, kann den reinen Internet-Service OX Documents nutzen, den das Open-Office-Team für Open-Xchange entwickelt hat. Er ist unter verschiedenen Namen mit unterschiedlichen Preisen bei mehreren Internet-Providern erhältlich und eignet sich vor allem für kleinere Unternehmen mit guter Internet-Verbindung.

Beim Versenden der Daten auch in der unternehmenseigenen IT werden sie verschlüsselt. Ein Berechtigungssystem für Zugriffe hilft, die Informationen vor Dritten zu schützen.

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