Inoffizieller Build von Windows 10 bringt P2P-Updates

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windows-10-logo-microsoft (Bild: Microsoft) (Bild: Microsoft)

Aktualisierungen lassen sich somit nun auch von anderen Rechnern beziehen. Build 10036 beinhaltet IE11, jedoch nicht Spartan. Darin enthalten sind auch ein transparenter Startbildschirm sowie Einstellungen für Win32-Apps. Eine neue offizielle Testversion im Windows-Insider-Programm dürfte demnächst ebenfalls veröffentlicht werden.

Während eine neue offizielle Build-Testversion von Windows 10 weiterhin auf sich warten lässt, ist inzwischen ein durchgesickerter Build mit der laufenden Nummer 10036 bei OSBetaArchives aufgetaucht. Er steht sogar in zwei Versionen zur Verfügung, nämlich als Enterprise- und als Pro-Version, wie microsoft-news.com meldet. Zu den wichtigsten Neuerungen dürfte P2P-Verteilung von Updates gehören.

Windows 10 Veranstaltung (Bild: Microsoft)
Die Microsoft-Manager Terry Myerson (links) und Joe Belfiore bei der Vorstellung von Windows 10 (Bild: Microsoft).

Wer sich einen Eindruck von Build 10036 verschaffen möchte, dafür jedoch keine Installation auf sich nehmen will, kann sich bei WZor.Net eine Galerie ansehen: Der russische Hacker WZor war zum wiederholten Male Quelle für die inoffizielle Preview-Version.

Der durchgesickerte Build beinhaltet demnach nicht den Browser Spartan, sondern offeriert stattdessen den Internet Explorer 11. Dieser zeigt dafür Verbesserungen an der Oberfläche, einen transparenten Startbildschirm und weitere Änderungen – etwa bei den Netzwerk-Einstellungen.

Zu den ersten, sukzessive von Microsoft-News ermittelten Features zählt der Empfang von Updates im Peer-to-Peer-Verfahren (P2P). Das bedeutet, dass sie sich auch von einem anderen Rechner – und nicht allein von Microsofts zentralen Servern – herunterladen lassen. Unternehmen müssen Updates somit nur noch ein einziges Mal beziehen und können sie im Anschluss intern verbreiten. Die Technik dahinter könnte von der Filesharing-Firma Pando stammen, die Microsoft 2013 gekauft hatte.

Neu ist darüber hinaus, dass der Bereich “Apps & Features” der Systemeinstellungen nicht mehr auf Modern-UI/Metro-Apps begrenzt ist und folglich nun auch Win32-Programme einschließt. Außerdem finden sich hier ergänzende Informationen wie die Dateigröße und das Installationsdatum. Die englischsprachige Variante von Cortana kann überdies jetzt durch einen Assistenten an die Stimme des Anwenders gewöhnt werden. Dies nennt Microsoft “Learn My Voice“; der Test-Build verweist beim Start von Cortana selbst auf diese Option.

Microsoft hatte regelmäßige Aktualisierungen der Windows-10-Testversionen für sein Windows-Insider-Programm angekündigt. Der jüngste offizielle Build ist jedoch bereits über einen Monat alt. Die durchgesickerte neue Version lässt nun vermuten, dass demnächst auch von offizieller Seite ein Update kommen wird.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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