CODE_n15 macht mit dem Projekt ROBOCHOP Industrie 4.0 erlebbar

ForschungInnovationStart-UpUnternehmen
Die Robochop-Installation von Clemens Weisshaar und Reed Kram soll auf der CeBIT den Begriff "Industrie 4.0" erlebbar machen (Bild: ITespresso).

In Halle 16 stehen auf der CeBIT vier Industrieroboter, die Nutzer aus aller Welt mittels einer App mit Aufträgen versorgen können. Sie produzieren dann aus einem Würfel mit einer Kantenlänge von 50 Zentimetern das individuell gestaltete Werkstück. 2000 davon werden den Teilnehmern kostenlos zugesandt.

Auf dem Messegelände in Hannover schwenken vier Industrieroboter 50 mal 50 mal 50 Zentimeter große Würfel durch die Luft, führen sie sie millimetergenau an einen glühend heißen Draht und schneiden sie so zurecht. Nein, das ist nicht die Hannover Messe, es ist die CeBIT 2015: In Halle 16 zeigt im Rahmen von CODE_n15 eine Installation der Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram anschaulich wie selten bisher, was Industrie 4.0 bedeuten kann.

Die Robochop-Installation von Clemens Weisshaar und Reed Kram soll auf der CeBIT den Begriff "Industrie 4.0" erlebbar machen (Bild: ITespresso).
Die Robochop-Installation von Clemens Weisshaar und Reed Kram soll auf der CeBIT den Begriff "Industrie 4.0" erlebbar machen (Bild: ITespresso).

Industrie 4.0 und Digitalisierung sind unter dem Kunstbegriff d!conomy die zentralen Themen der CeBIT 2015. Was genau man sich darunter vorzustellen hat, ist aber weitgehend doch unklar. In der Diskussion werden Begriffe wie Internet der Dinge eingeworfen – die aber auch nicht wirklich helfen, sind doch auch sie weitgehend noch unbestimmt.

ROBOCHOP sorgt hier mit einem künstlerischen und spielerischen Ansatz für deutlich mehr Klarheit, als es die meisten Podiumsdiskussionen bisher vermochten: Das Projekt zeigt auf, was uns in Zukunft erwarten könnte und welche Möglichkeiten sie birgt – mit technischen Mitteln, die heute schon zur Verfügung stehen.

Um auf die Anlage zuzugreifen, steht Interessenten eine 3D Web App zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe können sie dann – nur durch ganze wenige, produktionstechisch bedingte Grenzen eingeschränkt – auf Grundlage eines Hartschaumwürfels Möbel- oder andere Designstücke entwerfen. Davon werden dann 2000 Stück während der CeBIT von den Robotern hergestellt und den Nutzern zugesandt. Die Aktion wurde von de GFT Technologies AG in Auftrag gegeben und von der CeBIT, EY, Salesforce, Accenture, EnBW, KUKA und TRUMPF unterstützt. Diese Firmen stehen auch hinter dem von GFT-Vorstandsvorsitzendem und CEO in Leben gerufenen Gründerwettbewerb Code_n, dessen 50 Finalisten ihre Ideen und Projekte ebenfalls in Halle 16 ausstellen.

So funktionier ROBOCHOP (Grafik: Weisshaar/ Kram)
ROBOCHOP zeigt exemplarisch, wie Nutzer von Mobilgeräten auf Indutrierobotern zugreifen und von diesen dann individuell angefertigte Werkstücke erhalten können (Grafik: Weisshaar/ Kram).

“Die interaktive robotische Installation der Designer Clemens Weisshaar und Reed Kram ist keine Zukunftsvision, sondern eine voll funktionsfähige Implementierung von Industrie 4.0. Anstatt nur über das Internet der Dinge zu sprechen, demonstrieren wir in der CODE_n Halle 16 anschaulich, wie weit die Verzahnung der physischen und der digitalen Welt bereits fortgeschritten ist”, erklärt Dietz, in einer Pressemitteilung.

Die Designer Weisshaar und Kram sehen die Installation als einen Vorboten der Industrie 4.0: In nicht allzu ferner Zukunft werden Verbraucher unmittelbar und direkt auf industrielle Fertigungsanlagen zugreifen können. Sie haben schon jetzt mit ROBOCHOP einen voll funktionsfähigen Versuchsaufbau geschaffen, der zur einen Hälfte aus modernster Automatisierungstechnik und zur anderen aus einem virtuellen System besteht, das die Übersetzungsleistungen einer dreidimensionalen Idee in ein physisches Objekt vollbringt.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen