Plextor präsentiert PCI-Express-SSDs und RAM-Caching-Technologie

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Plextor Logo (Bild: Plextor)

Die M7E M.2 PCIe Gen 2×4 soll dank ihres PCI-Express-Anschlusses bis zu 2 GByte/s an sequenzieller Transferrate erreichen. Die ebenfalls neue M6e Black Edition kommt sogar auf bis zu 8,5 GByte/s beim Lesen. Möglich macht das in diesem Fall Plextors hauseigene Caching-Software PlexTurbo, die bei Bedarf den System-RAM hinzuschaltet.

Plextor wird auf der diesjährigen CeBIT sein neuestes Solid State Drive (SSD) M7E M.2 PCIe Gen 2×4 der Öffentlichkeit präsentieren. Wie der Name bereits andeutet, basiert die Plextor-SSD auf einem PCI-Express-Anschluss (PCIe) – und nicht etwa auf Serial ATA (SATA), das nicht die Übertragungsgeschwindigkeiten der PCIe-Schnittstelle erreicht. Darüber hinaus stellt Plextor mit der SSD M6e Black Edition eine weitere PCIe-basierende SSD sowie seine hauseigene Caching-Software PlexTurbo vor.

M7e-2 (Bild: Plextor)

Die bereits zur CES in Las Vegas präsentierte M7E M.2 PCIe Gen 2×4 soll Daten mit bis zu 2 GByte pro Sekunde übertragen können. Im Inneren der Plextor-SSD kommen Marvells Laufwerk-Controller 88SS9293 sowie Toshibas NAND-Flashspeicher A19 MLC zum Einsatz. Laut Plextor dürfte sie Ende des zweiten Quartals hierzulande erhältlich sein. Die M7E M.2 PCIe Gen 2×4 verwendet indes Plextors hauseigene PlexTurbo-Technologie, die auch mit der seit Mitte Februar in Deutschland erhältlichen SSD M6e Black Edition des Speicherherstellers genutzt werden kann. Das Laufwerk soll gleichermaßen auf der CeBIT 2015 gezeigt werden.

Bei PlexTurbo handelt es sich um eine Caching-Technologie, die bei Bedarf den Arbeisspeicher (DRAM) hinzuschaltet, um häufig verwendete Daten zwischenzulagern und damit die SSD-Leistung zu erhöhen. Der DRAM-Cache nutzt bei der ersten Generation von PlexTurbo dynamisch bis zu 1 GByte Speicherkapazität. Inzwischen ist auch schon die zweite Generation PlexTurbo 2.0 verfügbar, die bis zu 4 GByte Speichernutzung ermöglicht. Laut TheSSDReview erlaubt PlexTurbo 2.0 – etwa bei der M6e Black Edition – eine sequenzielle Geschwindigkeit von rund 8500 MByte/s beim Lesen sowie maximal etwa 8300 MByte/s beim Schreiben.

Im Ruhemodus gibt PlexTurbo die DRAM-Ressourcen schließlich wieder an das PC-System zurück. Damit steigert die Caching-Software dem Anbieter zufolge nicht nur die Geschwindigkeit und Leistung der Plextor-SSDs M7E M.2 PCIe Gen 2×4 und M6e Black Edition, sondern verlängert auch die SSD-Lebenszeit und erhöht die Datensicherheit, da unnötiges Schreiben oft benötigter Daten vermieden wird.

Plextor ist jedoch nicht der erste Hersteller, der die Vorteile von auf PCI Express basierenden SSDs erkannt hat. Bereits im Juni 2013 nahm Samsung die Serienfertigung von Solid State Drives mit PCIe-Anschluss auf. Das erste daraus hervorgehende Modell war die SSD XP941, die mit einer sequenziellen Geschwindigkeit von 1400 MByte pro Sekunde damals die Höchstgeschwindigkeit erreichte, die ein PCI-Express-2.0-Interface erlaubte.

Schon mehr als ein Jahr zuvor hatte auch Intel sein Portfolio um PCIe-basierende SSDs der 910-Serie erweitert. Bereits zum damaligen Zeitpunkt erzielte das 800-GByte-Modell der Reihe eine sequenzielle Transfergeschwindigkeit von bis zu 2 GByte/s beim Lesen und maximal 1 GByte/s beim Schreiben.

Plextor präsentiert seine SSDs sowie seine Caching-Technologie vom 16. bis 19. März im Fachhandelsbereich Planet Reseller in Halle 15, Stand D21. Offizielle Angaben zu Kapazität und Preisen in Deutschland liegen bislang noch nicht vor.

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