IT-Dienstleister Bechtle ist auch 2014 kräftig gewachsen

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Bechtle AG Logo (Grafik: Bechtle)

Den jetzt vorgelegten Bilanzzahlen zufolge ist der Umsatz im vergangenen Jahr um 13,5 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro gestiegen. Das EBIT in Höhe von 108,5 Millionen Euro liegt sogar 19,2 Prozent über dem des Vorjahres. Zwar wuchs auch 2014 der Bereich E-Commerce stärker als das Systemhausgeschäft, dafür legte bei letzterem das EBIT deutlich mehr zu.

Die Bechtle AG hat ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2014 vorgelegt. Demnach konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2014 um 13,5 Prozent auf knapp über 2,58 Milliarden Euro steigern. Auch das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich im Berichtszeitraum – und zwar um 19,2 Prozent auf 108,5 Millionen Euro. Damit knackte die Bechtle AG hier erstmal die Marke von 100 Millionen Euro. Die EBT-Marge erhöhte es zudem von 3,9 auf 4,2 Prozent. Das Ergebnis je Aktie beträgt somit 3,63 Euro, im Vorjahr lag es noch bei 3,02 Euro. Die Dividende soll auf 1,20 Euro erhöht werden.

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Für 2015 rechnet der Vorstand zwar weiterhin mit einem Wachstum, dies fällt seiner Ansicht aber nicht mehr so stark aus, wie in den vergangenen beiden Jahren. “Ungeachtet dessen ist es unser Ziel, auch im laufenden Jahr bei Umsatz und Ergebnis weiter zuzulegen und Marktanteile zu gewinnen”, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz dennoch in einer Pressemitteilung.

Nicht ganz selbstverständlich ist, dass zum Wachstum beide Bechtle-Geschäftsbereiche – also E-Commerce und Systemhausgeschäft – beigetragen haben. Im Segment E-Commerce erhöhte sich der Umsatz um 15,6 Prozent auf 853,4 Millionen Euro zu. Davon wurden übrigens 611,7 Millionen Euro erzielt. Das Geschäft dort wächst damit stärker als im Inland. Die inländischen Handelsgesellschaften wuchsen aber dennoch zweistellig (um 11,8 Prozent) und trugen 241,7 Millionen zum Umsatz bei.

Während das EBIT in dem Bereich um 13,6 Prozent auf 39,6 Millionen Euro kletterte, ging die EBIT-Marge vor allem im Schlussquartal leicht zurück. Sie liegt mit 4,6 Prozent minimal unter der des Vorjahres. Das Unternehmen führt das vor allem auf Neueinstellungen in den letzten Monaten des Jahres zurück und rechnet damit, dass die Neuzugänge 2015 für zusätzliches und stärkeres Wachstum sorgen.

Im Systemhausgeschäft – zu dem Bechtle auch die Managed Services zählt – machten der Unternehmensführung 2014 vor allem das Geschäft in Deutschland und die Entwicklung der EBIT-Marge Freude. Die erreichte erstmals die Marke von 4,0 Prozent, das EBIT wuchs um 22,6 Prozent auf 68,9 Millionen Euro. Der Umsatz im Systemhausbereich lag insgesamt bei 1,727 Milliarden Euro. Er wuchs in Deutschland mit 13,2 Prozent etwas stärker. Als in den ausländischen Landesgesellschaften. Insgesamt legte das Unternehmen hier um 12,5 Prozent zu.

Außerdem hat Bechtle seine Rolle als wichtiger Arbeitgeber im IT-Markt ausgebaut. Zum 31. Dezember 2014 waren bei dem Unternehmen eigenen Angaben zufolge 6572 Mitarbeiter, beschäftigt – 353 Personen (5,7 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich zwar auch durch zwei kleine Firmenübernahmen, zum Großteil aber durch Neueinstellungen. Die fanden vor allem im Bereich E-Commerce statt. Im Systemhaus-Segment hatte Bechtle bereits Ende 2013 kräftig neu eingestellt. Der Konzern bildete zum Jahresende zudem 455 junge Menschen aus – das entspricht in Deutschland einer Ausbildungsquote von 8,2 Prozent.

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