Vodafone überarbeitet Tarifangebot für Festnetzanschlüsse

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Es will potenzielle Neukunden damit zum Anbieterwechsel bewegen. Ab sofort stehen im DSL-Zuhause-Portfolio mit DSL 6000 und 16.000 sowie VDSL 25.000, 50.000 und 100.000 fünf Bandbreiten zur Auswahl. Die Namensgebung hat Vodafone ebenfalls angepasst. Durch modulare Produktnamen soll sich nun eindeutig erkennen lassen, was ein Paket enthält.

Vodafone hat sein Tarifangebot für Festnetzanschlüsse überarbeitet. Es will mit den neuen Tarifen potenziellen Neukunden einen Anreiz zu einem Anbieterwechsel liefern. Ihnen stehen in Vodafones “DSL-Zuhause”-Portfolio ab sofort fünf Bandbreitenklassen zur Auswahl. Unabhängig von der jeweiligen Zugangstechnologie erhalten Kunden sowohl VDSL als auch Internet per Kabel künftig zum selben Preis. TV-Pakete lassen sich noch hinzubuchen. Zudem hat das Düsseldorfer Unternehmen die Namensgebung seiner Internet-Pakete sowie die zubuchbaren Optionen und Extras überarbeitet.

Vodafone Logo (Bild: Vodafone)

Für die individuelle Anpassung an den Kommunikationsbedarf stehen mit dem aktualisierten DSL-Zuhause-Portfolio laut Vodafone jetzt bis zu fünf Bandbreitenklassen zur Auswahl. Diese reichen von DSL 6000 und 16.000 über VDSL 25.000 und 50.000 bis hin zu VDSL 100.000. Der einheitliche Listenpreis soll unabhängig davon gelten, ob der Anschluss innerhalb oder außerhalb des Vodafone-Ausbaugebietes liegt. Lediglich für DSL 6000 und DSL 16.000 erhebt der Konzern als Wiederverkäufer der Telekom in bestimmten Gebieten einen sogenannten Regio-Zuschlag von 5 Euro. Damit legt er einen Teil der Durchleitungskosten auf die Kunden um.

Auch an der Namensgebung hat Vodafone gefeilt und seinen DSL-Breitband-Tarifen nun modulare Produktnamen verpasst. An diesen soll sich eindeutig ablesen können, welche Bestandteile das jeweilige Paket enthält – also ob es neben Internet und Telefon beispielsweise auch Fernsehen beinhaltet. Bereits Anfang Februar hatte das Unternehmen im Zuge der Integration von Kabel Deutschland in die Vodafone-Gruppe auch bei den Kabel-Internet-Angeboten die Produktnamen sowie die Preissystematik an die Logik des Mutterkonzerns angepasst.

Ferner bieten die Düsseldorfer nun sowohl DSL als auch Kabel-Internet eigenen Angaben zufolge “technologieneutral zum gleichen Preis” an, das Kabel-Angebot liefert allerdings eine bis zu doppelt so hohe Geschwindigkeit. Das trifft zumindest zu, wenn man die Kernangebote vergleicht. Beispielsweise kostet das Angebot “Internet & Phone DSL 50” mit monatlichen 19,99 Euro in den ersten zwölf Monaten genauso viel wie der Tarif “Internet & Phone Kabel 100”.

Nach oben und nach unten gibt es hier jedoch Abweichungen: Eine Download-Rate von maximal 200 MBit/s im entsprechenden Tarif “Internet & Phone Kabel 200” erhalten Kunden beispielsweise für 39,99 Euro in den ersten zwölf Monaten, wohingegen VDSL-Kunden für maximal 100 MBit/s im Tarif “Internet & Phone 100” 29,99 Euro im selben Zeitraum zahlen. Das Basispaket “Internet & Phone” mit einer DSL-6000-Leitung kostet demgegenüber monatlich 9,99 Euro, während die monatlichen Basispreise bei Paketen mit TV bei 19,99 Euro beginnen.

Außer den neuen DSL-Paketen hat Vodafone auch die zubuchbaren Optionen und Extras überarbeitet. So stehen nun drei neue Sprach-Minutenpakete für Anrufe ins deutsche Fest- und Mobilfunknetz sowie in das Festnetz von 85 Ländern zur Auswahl. Das Flexi-Minutenpaket 300 kostet 4,99 Euro pro Monat, das Flexi-Minutenpaket 500 ist für 7,49 Euro im Monat erhältlich und das Flexi-Minutenpaket 1000 beläuft sich auf monatliche 9,99 Euro. Hinzu kommt eine Flatrate für unbegrenzte Telefonate ins deutsche Vodafone-Mobilfunknetz zu einem Preis von 4,99 Euro im Monat.

Ein Sicherheitspaket zur Abwehr von Viren- und Trojaner-Angriffen auf dem heimischen PC kann für monatlich 3,99 Euro hinzugebucht werden. Für einen Komfort-Anschluss mit zwei Leitungen und bis zu zehn Rufnummern werden laut Vodafone bis zu 4 Euro pro Monat fällig. Alle Optionen sind monatlich kündbar.

Wo verfügbar, können Kunden mit einem VDSL-50.000- oder VDSL-100.000-Tarif dem Unternehmen zufolge zudem die jeweils maximal möglichen Datengeschwindigkeit unverbindlich ausprobieren. Sollten Nutzer nicht mit der Leistungsfähigkeit ihres getesteten Anschlusses zufrieden sein, haben sie aufgrund der von Vodafone gewährten Wechselgarantie die Möglichkeit, nach dem zwölften Nutzungsmonat (Promo-Angebot) kostenlos auf ein Paket mit einer geringeren Bandbreite bis zu 16 MBit/s umzusteigen.

Vodafone_Festnetztarife (Screenshot: Vodafone)
Eine Übersicht über das neu gestaltete DSL-Portfolio für Privatkunden und Kunden aus dem SoHo-Bereich (Screenshot: Vodafone)

Wer sich bis Ende Juni 2015 für einen der neuen DSL-Anschlüsse von Vodafone entscheidet, kann sich darüber hinaus gewisse Preisvorteile sichern. So geben die Düsseldorfer beispielsweise auf alle Tarife mit 16 MBit/s (“Internet & Phone”, “Internet & TV” sowie “Internet, Phone & TV”) einen Rabatt, der sich über die komplette Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten erstreckt.

Überdies hat der Konzern mit der Easybox 804 ein neues Router-Modell im Angebot, das nach dem jüngsten WLAN-Standard 802.11ac und somit mit bis zu 1300 MBit/s funkt. Neukunden sollen das Gerät zum vergünstigten Mietpreis von 1 Euro (vormals einmalig 39,90 Euro) erhalten. Zusätzlich gewährt Vodafone bei Anbieterwechsel in die neuen VDSL-Pakete noch einen Wechsel-Bonus von 50 Euro sowie eine Gutschrift in gleicher Höhe bei Abschluss über den Online-Shop.

Vodafone folgt mit der Überarbeitung seiner Festnetz-Tarife der Deutschen Telekom, die ihre Tarifstruktur für Privatkunden bereits im vergangenen Oktober aktualisierte und ihre Angebote ebenfalls umbenannte. Die nun als “MagentaZuhause” vermarkteten Tarife unterscheiden sich allerdings kaum von den vorherigen “Call & Surf Comfort”-Angeboten. Die dort wählbaren Basisvarianten S, M und L umfassen eine Doppel-Flatrate für Telefonate ins deutsche Festnetz und maximale Download-Raten von 16, 50 respektive 100 MBit/s.

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